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Tech-Ausverkauf: Alphabets KI-Investitionen schocken Anleger weltweit

Google-Mutter plant bis zu 185 Milliarden Dollar für KI – Märkte reagieren mit massiven Verlusten

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Tech-Ausverkauf: Alphabets KI-Investitionen schocken Anleger weltweit

Die Euphorie vor der Tech-Berichtssaison ist einem bösen Erwachen gewichen. Anleger, die auf starke Quartalszahlen der großen US-Technologiekonzerne gesetzt hatten, erleben derzeit massive Verluste. Der Auslöser: Alphabets Ankündigung gigantischer Investitionen in künstliche Intelligenz.

Der Google-Mutterkonzern präsentierte zwar solide Geschäftszahlen, schockierte die Wall Street jedoch mit geplanten Kapitalausgaben zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar für das laufende Jahr. Diese Summe liegt deutlich über den Erwartungen der Analysten und schürt Ängste vor einer Kostenexplosion im KI-Bereich. Die <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet-Aktie schwankte nachbörslich stark und notierte zeitweise über 6 Prozent im Minus, bevor sie sich bei minus 0,4 Prozent stabilisierte.

Die Nervosität greift auf die globalen Märkte über. Trotz bereits himmelhoher Bewertungen und zunehmender Anzeichen, dass KI tatsächlich Arbeitsplätze in der Datenanalyse und Softwareentwicklung ersetzt, scheint die Richtung klar: nach unten. Südkoreas Börse verlor 3,5 Prozent, Taiwan gab 1 Prozent nach. Selbst Nvidia, als Chiphersteller eigentlich Profiteur der KI-Investitionen, konnte mit einem nachbörslichen Plus von 2 Prozent die Stimmung nicht drehen.

Edelmetalle unter Druck

Der Ausverkauf erfasste auch die Rohstoffmärkte. Silber brach um 14 Prozent ein, Gold rutschte deutlich unter die Marke von 5.000 Dollar je Unze. Die Wall-Street-Futures versuchten zwar eine Erholung, verloren jedoch schnell wieder an Schwung. Europäische Futures deuten auf eine schwache Eröffnung hin.

Zentralbanken im Fokus

Zusätzliche Spannung bringen die anstehenden Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of England. Beide Notenbanken dürften die Leitzinsen unverändert lassen. Die EZB steht vor dem Dilemma, dass der starke Euro gegenüber dem Dollar die Inflation unter das Zielband drücken könnte. Die britische Notenbank will abwarten, ob die Abschwächung am Arbeitsmarkt tatsächlich den Inflationsdruck mindert, bevor sie über weitere Zinssenkungen entscheidet.

Für deutsche Anleger bedeutet die aktuelle Marktlage erhöhte Vorsicht. Die Kombination aus Tech-Unsicherheit, geldpolitischen Entscheidungen und schwachen asiatischen Märkten dürfte auch den DAX belasten.

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