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Ondas-Aktie nach 944%-Rally: Warum Vorsicht geboten ist

Die Ondas-Aktie legte in einem Jahr um 944% zu – doch die extreme Bewertung lässt Anleger zweifeln.

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Ondas-Aktie nach 944%-Rally: Warum Vorsicht geboten ist

Die Aktie des US-Technologieunternehmens Ondas (ONDS) hat in den vergangenen zwölf Monaten eine beeindruckende Kursrallye von rund 944% hingelegt. Wer vor einem Jahr 10.000 US-Dollar investiert hatte, hält heute ein Depot im Wert von rund 104.000 US-Dollar. Zum Vergleich: Eine Investition in den S&P 500 hätte im gleichen Zeitraum „nur" einen Gewinn von 24% erzielt – aus 10.000 Dollar wären 12.400 Dollar geworden.

Solche parabolischen Kursbewegungen ziehen naturgemäß immer mehr Anleger an, die auf den fahrenden Zug aufspringen wollen. Doch genau das kann gefährlich sein: Steigende Kurse locken neue Käufer, die die Preise weiter nach oben treiben – bis die Luft dünn wird.

Was macht Ondas eigentlich?

Ondas beschreibt sich selbst als „führender Anbieter von autonomen Systemen und privaten Drahtloslösungen" mit drei Geschäftsbereichen: Ondas Autonomous Systems (OAS), Ondas Capital und Ondas Networks. Das Unternehmen kombiniert Luftaufklärung mit Konnektivitätslösungen der nächsten Generation, um Sicherheit, betriebliche Effizienz und datengestützte Entscheidungsfindung in wichtigen Branchen zu verbessern.

Konkret bedeutet das: Drohnen und Technologien, die auch vom Militär genutzt werden. Vor dem Hintergrund des Krieges im Iran und des gestiegenen Verteidigungsbedarfs vieler Länder – darunter die USA und Staaten im Nahen Osten – hat Ondas zuletzt bedeutende Aufträge gewonnen. Im Dezember 2025 erhielt das Unternehmen einen Regierungsauftrag für den Aufbau eines Grenzschutzsystems mit Tausenden von Drohnen. Vor wenigen Wochen folgte ein Auftrag über 10 Millionen US-Dollar im Rahmen eines Gesamtzuschlags von 50 Millionen US-Dollar für ein Grenzminenräumprojekt entlang der israelisch-syrischen Grenze.

Die operativen Zahlen spiegeln diesen Rückenwind wider. Im ersten Quartal 2026 erzielte Ondas einen Umsatz von 50 Millionen US-Dollar – eine Verzehnfachung gegenüber dem Vorjahreszeitraum und ein Plus von 66% gegenüber dem Vorquartal. Die Bruttogewinnmarge verbesserte sich deutlich von 35% im Vorjahr und 42% im Vorquartal auf nun 49%. Besonders auffällig: Die Liquiditätsposition des Unternehmens sprang von 66 Millionen US-Dollar Ende 2025 auf 1,5 Milliarden US-Dollar. Der Auftragsbestand kletterte auf über 450 Millionen US-Dollar und sichert dem Unternehmen künftige Umsätze.

Warum die Bewertung zum Problem wird

Trotz dieser beeindruckenden Wachstumszahlen gibt es gewichtige Gründe zur Zurückhaltung. Der wichtigste ist die Bewertung. Das aktuelle Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) liegt bei 36,3 – deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt von 10,6. Anleger zahlen also derzeit 36 US-Dollar für jeden Dollar Umsatz, den Ondas erwirtschaftet. Das ist erheblich mehr als bei vielen anderen Wachstumsaktien.

Hinzu kommt: Ondas ist noch nicht profitabel. Das Management erwartet erst bis zum ersten Quartal 2028 eine Profitabilität auf Basis des bereinigten EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Bis dahin müssen Anleger auf Gewinne warten – und das bei einer Marktkapitalisierung von derzeit rund 5,3 Milliarden US-Dollar.

Die entscheidende Frage für jeden Investor lautet daher: Traut man Ondas zu, die Bewertung langfristig zu rechtfertigen – etwa durch eine Verdoppelung auf 10 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung? Wer das bejaht, könnte die Aktie als Depotbeimischung in Betracht ziehen. Wer hingegen Risiken streuen möchte, findet in einem breit aufgestellten Technologie-ETF eine weniger volatile Alternative, die ebenfalls von Wachstumstrends wie Drohnen und autonomen Systemen profitiert.

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