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Ölpreise steigen: US-Iran-Spannungen schüren Sorgen um Versorgungssicherheit

Brent und WTI legen zu, während militärische Aktivitäten in der Golfregion zunehmen.

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Ölpreise steigen: US-Iran-Spannungen schüren Sorgen um Versorgungssicherheit

Die Ölpreise haben am Donnerstag im asiatischen Handel weiter zugelegt, nachdem sie bereits am Vortag deutliche Gewinne verzeichnet hatten. Brent-Rohöl stieg um 0,3 Prozent auf 70,59 US-Dollar je Barrel, während die US-Sorte WTI um 0,4 Prozent auf 65,47 US-Dollar kletterte. Beide Referenzsorten hatten am Mittwoch bereits mehr als 4 Prozent zugelegt – die höchsten Schlusskurse seit Ende Januar.

Auslöser für den Preisanstieg sind die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Während beide Seiten in Genf Gespräche über das iranische Atomprogramm führen, verstärken sie gleichzeitig ihre militärischen Aktivitäten in der ölreichen Golfregion. Händler preisen zunehmend potenzielle Versorgungsunterbrechungen ein.

Die Hauptsorge der Märkte gilt der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Durch diese Meerenge fließen etwa 20 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs. Iranische Staatsmedien berichteten, das Land habe die Straße am Dienstag für mehrere Stunden gesperrt, ohne jedoch klarzustellen, ob der Seeweg vollständig wieder geöffnet wurde.

Militärische Aktivitäten nehmen zu

Der Iran kündigte für Donnerstag Raketentests in südlichen Landesteilen an, wie aus Mitteilungen der US-Luftfahrtbehörde hervorgeht. Satellitenbilder zeigen zudem, dass Teheran an einem sensiblen Militärstandort neue Schutzanlagen errichtet hat. Die USA ihrerseits haben Kriegsschiffe in der Nähe des Irans positioniert.

US-Vizepräsident JD Vance erklärte, Washington prüfe, ob das diplomatische Engagement fortgesetzt oder eine "andere Option" verfolgt werden solle. Hiroyuki Kikukawa, Chefstratege von Nissan Securities Investment, beruhigt jedoch: "Die vorherrschende Meinung ist, dass ein umfassender bewaffneter Konflikt unwahrscheinlich ist."

Genfer Gespräche ohne Durchbruch

Bei den Iran-Verhandlungen in Genf wurden laut Weißem Haus nur geringfügige Fortschritte erzielt. Teheran soll in einigen Wochen mit weiteren Details zurückkehren. Auch die zweitägigen Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland endeten ohne Durchbruch.

Unterdessen sanken die US-Ölvorräte in der vergangenen Woche entgegen den Erwartungen. Das American Petroleum Institute meldete Rückgänge bei Rohöl, Benzin und Destillaten. Analysten hatten eigentlich mit einem Anstieg der Rohölbestände um 2,1 Millionen Barrel gerechnet. Die offiziellen Lagerdaten der US-Energiebehörde werden am Donnerstag erwartet.

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