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Ölpreis über 100 Dollar: DAX bricht ein – EZB-Entscheidung im Fokus

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Eskalierte Angriffe zwischen den USA und dem Iran haben in der Nacht zum Mittwoch die Lage am Ölmarkt dramatisch verschärft: Das US-Militär zerstörte nach eigenen Angaben fünf iranische Rohöltanker und versenkte einen davon. Irans Revolutionsgarden antworteten mit schweren Raketenangriffen auf Jordanien – es war die heftigste Eskalationswelle seit Kriegsbeginn Ende Februar.

Die Folgen spürten Anleger unmittelbar an den Börsen. Der DAX verlor am Mittwoch 1,7 Prozent und schloss bei 25.576 Punkten – das niedrigste Niveau seit Ende Juli. Der Brent-Rohölpreis sprang auf 100,89 Dollar pro Barrel, WTI notierte bei 95,57 Dollar. Damit hat sich Brent in diesem Jahr bereits um 64 Prozent verteuert; vor Ausbruch des Iran-Krieges lag der Preis noch bei rund 70 Dollar.

Rüstungsaktien unter Druck

Paradoxerweise belasteten auch Friedenssignale den Markt: US-Präsident Donald Trump hatte in einem Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin ein baldiges Ende des Ukraine-Krieges gefordert. Die Hoffnung auf einen Waffenstillstand schickte europäische Rüstungswerte auf Talfahrt. Rheinmetall verlor mehr als drei Prozent und bildete das Schlusslicht im DAX. Bei den Nebenwerten gerieten auch Renk und Hensoldt unter Druck.

Inflation und Zinsen rücken in den Vordergrund

Der erneute Sprung des Ölpreises über die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar schürt neue Inflationsängste. „Ölpreise von 100 Dollar pro Barrel rücken den Inflationsdruck wieder in den Mittelpunkt

MarktberichtDAXBörseMärkteTagesschau

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