DAX erholt sich über 26.000 Punkte – Ölpreise bleiben Risikofaktor

Steigende Ölpreise, hohe Anleiherenditen und geopolitische Spannungen am Persischen Golf – das sind die Kräfte, die den deutschen Aktienmarkt derzeit in Atem halten. Trotz dieses schwierigen Umfelds gelang dem DAX am Mittwoch eine spürbare Erholung: Der deutsche Leitindex schloss bei 26.003 Punkten und gewann damit 0,63 Prozent gegenüber dem Vortag.
Damit hat das Börsenbarometer die psychologisch wichtige Marke von 26.000 Punkten zurückerobert – zumindest vorläufig. Am Vortag war der DAX noch um 0,5 Prozent auf 25.839 Zähler gefallen und hatte zeitweise den niedrigsten Stand seit Ende Juli markiert. Vom Rekordhoch bei 26.618 Punkten, das erst am vergangenen Freitag erreicht worden war, hat sich der Index damit in der Spitze um mehr als 800 Punkte entfernt.
Rückenwind kam von der Wall Street, wo alle großen US-Indizes am Mittag Ortszeit rund ein Prozent zulegen konnten. Ausschlaggebend war die Hoffnung auf eine Verlängerung der Zinspause der US-Notenbank Federal Reserve – trotz anhaltend hoher Inflation von rund 3,7 Prozent in den USA.
Ölpreise als entscheidender Unsicherheitsfaktor
Der wichtigste Treiber der aktuellen Marktvolatilität bleibt das Öl. Der Preis für die Nordseesorte Brent notiert derzeit über 95 Dollar pro Barrel – und nähert sich damit gefährlich der psychologischen 100-Dollar-Marke. Hauptursache sind die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten, die die Straße von Hormus – über die rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports abgewickelt wird – nahezu unpassierbar machen.
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