ANZEIGE

DAX hält 26.000 Punkte – Ölpreise und EZB im Fokus

2 Min
DAX hält 26.000 Punkte – Ölpreise und EZB im Fokus

Steigende Ölpreise, schwache Industriedaten und eine bevorstehende EZB-Zinsentscheidung – der Wochenstart an den deutschen Aktienmärkten stand unter keinem guten Stern. Der DAX beendete den Montag mit einem Minus von 0,15 Prozent bei 26.006 Punkten und konnte damit gerade noch die psychologisch wichtige Marke von 26.000 Punkten verteidigen. Zeitweise war der deutsche Leitindex deutlich darunter gerutscht.

Von der Wall Street kamen heute keine Impulse: Wegen des US-Feiertags Labor Day blieben die amerikanischen Börsen geschlossen. Am Freitag hatte der Dow Jones mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 53.414 Punkten geschlossen. Das Rekordhoch des DAX bei 26.618 Punkten, das vor anderthalb Wochen markiert wurde, rückt damit vorerst in weite Ferne.

Ölpreise treiben auf 100-Dollar-Marke zu

Der wichtigste Belastungsfaktor für die Märkte ist derzeit der rasant steigende Ölpreis. Nordseeöl der Sorte Brent legte zum Wochenauftakt um über zwei Prozent auf knapp 98 Dollar pro Barrel zu. Auslöser ist die Ankündigung des Iran, in den kommenden Tagen eine Sperrzone außerhalb der Straße von Hormus einzurichten – einer der weltweit wichtigsten Schifffahrtsrouten für Öltransporte.

Die Befürchtungen einer längerfristigen Unterbrechung der Ölversorgung aus dem Persischen Golf sind nicht neu: Bereits in den vergangenen zehn Tagen ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus auf den niedrigsten Stand seit Mai eingebrochen. Laut dem Analyseunternehmen Kpler passierten im Schnitt nur noch zehn Frachtschiffe täglich die Meerenge. Zusätzlichen Aufwärtsdruck auf die Ölpreise erzeugte die Entscheidung einer Kerngruppe von sieben OPEC+-Mitgliedern, ihre Produktionsziele im Oktober nicht weiter anzuheben.

Deutsche Industrie drosselt Produktion

Die hohen Energiepreise hinterlassen deutliche Spuren in der deutschen Wirtschaft. Im Juli drosselten heimische Unternehmen ihre Produktion überraschend stark – um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das ist der stärkste Rückgang seit August 2025, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Betroffen waren Industrie, Bau und Energieversorger gleichermaßen. Zu dem Einbruch trugen auch eine Delle in der Autoindustrie während der Sommerferien sowie Probleme mit der Rheinschifffahrt bei.

Dennoch gibt es Lichtblicke: Jens-Oliver Niklasch von der LBBW verweist auf ein kleines Plus im Dreimonatsvergleich. „Das passt zu unserer Story von der kleinen Trendwende aufwärts. Die kommenden Monate sollten diese Einschätzung untermauern

MarktberichtDAXBörseMärkteTagesschau

Meistgelesene News

  1. Microsoft-Aktie fällt – Technologiekonzern kämpft mit Ausfällen
  2. Nvidia dominiert KI-Markt: 5,2 Billionen Dollar Marktwert und neue Rekorde
  3. Fed-Signale beflügeln US-Märkte: Palantir und Snowflake mit starken Kursgewinnen
  4. BP setzt auf Stabilität – Raffineriemargen erreichen Krisenniveau
  5. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern

Disclaimer