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Öl-Manager warnen: Große Kraftstoffkrise hat begonnen

US-Ölmanager sehen die befürchtete Kraftstoffkrise nun als Realität an – Bestände schrumpfen rapide.

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Öl-Manager warnen: Große Kraftstoffkrise hat begonnen

US-Ölmanager haben seit Monaten vor den Folgen der anhaltenden Schließung der Straße von Hormus gewarnt. Nun erklären sie: Die große Kraftstoffkrise ist da. Die kommerziellen Kraftstoffbestände weltweit sind seit mehr als sechs Monaten rückläufig, und die strategischen Rohölreserven können kaum weiter angezapft werden.

Angriffe in der vergangenen Woche haben eine entscheidende Rohölleitung in Saudi-Arabien lahmgelegt, die um die Straße von Hormus herumführt. Analysten schätzen, dass dadurch mindestens 2,5 Millionen Barrel pro Tag vom ohnehin schon angespannten globalen Ölmarkt ferngehalten werden.

Warnungen von Chevron-CEO Mike Wirth

Chevron-Chef Mike Wirth äußerte sich am Freitag auf einer Energiekonferenz in Austin, Texas, deutlich. „Alle diese Mechanismen haben dazu beigetragen, das Preis- und Lieferungsrisiko zu mildern“, sagte Wirth. „Diese Puffer sind weitgehend ausgeschöpft, und wir haben nicht annähernd so viele Reserven im System wie zu Beginn.“

Es sei schwer vorherzusagen, wohin die Ölpreise steuern, fügte er hinzu. Im Moment sei es jedoch schwierig, sich vorzustellen, dass die Preise schnell wieder sinken würden. „Ich wünschte, ich könnte Ihnen Gründe nennen, warum sich die Lage entspannen würde, aber derzeit ist es schwer, das zu erkennen“, so Wirth weiter.

Dieselpreise auf Rekordniveau

Die Auswirkungen sind bereits an den Tankstellen spürbar. Die Dieselpreise sind auf einen Rekordwert von 6,23 US-Dollar pro Gallone emporschnellt. Die Benzinpreise, die diesen Sommer unter 4 US-Dollar pro Gallone gefallen waren, haben sich auf 4,32 US-Dollar erholt.

Erfahrene Energieberater warnen, dass die Situation ohne einen absehbaren Ausweg aus dem Iran-Krieg außer Kontrolle geraten könnte. Einige Energieanalysten berichten, dass sie vermehrt Fragen von Anlegern erhalten, wann Verbraucher, die durch die hohen Preise belastet sind, ihre neuen Einkäufe zurückfahren werden.

Politische Versprechen und Realität

Die Trump-Administration hat den Amerikanern wiederholt versprochen, dass die Preise an den Tankstellen sinken würden und dass die Energieflüsse aus dem Nahen Osten weiter zunehmen. Die aktuellen Entwicklungen stehen in deutlichem Kontrast zu diesen Zusagen.

Für deutsche Anleger ist die Lage von besonderem Interesse: Die europäischen Ölmärkte sind ebenfalls von den Lieferungen aus dem Nahen Osten abhängig. Sollte die Krise anhalten, drohen auch hierzulande steigende Kraftstoffpreise und mögliche Versorgungsengpässe. Die strategischen Reserven vieler Länder sind bereits stark reduziert, was die Verwundbarkeit des globalen Energiesystems deutlich macht.

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