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Oklo-Aktie: Warum Kernkraft jetzt geduldige Anleger reich machen könnte

Nuklearaktien bieten langfristig enorme Chancen – Oklo steht im Zentrum des wachsenden Marktes für saubere Kernenergie.

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Oklo-Aktie: Warum Kernkraft jetzt geduldige Anleger reich machen könnte

Kernkraftwerke könnten für Anleger mit langem Atem zu einer der spannendsten Chancen des Jahrzehnts werden. Wer Aktien über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren halten kann, für den stellt der Nuklearsektor derzeit ein enormes Potenzial dar. Der Treiber geht dabei weit über die Rechenzentren für künstliche Intelligenz (KI) hinaus, die bereits für eine beispiellose Knappheit an Strom sorgen.

Denn der saubere Strom, den Kernkraftwerke erzeugen, wird auch von anderen Branchen dringend nachgefragt. Hochenergieintensive Fabriken – etwa zur Herstellung von Stahl, Zement und Chemikalien – sowie abgelegene Industriestandorte könnten alle vom rund um die Uhr verfügbaren Strom profitieren, den Reaktoren bereitstellen. Gleiches gilt für Häfen, netzunabhängige Gemeinden und Militärbasen.

Mitten in diesem aufstrebenden Markt steht das Unternehmen Oklo. Die Aktie ist im Jahr 2026 um fast 50 Prozent eingebrochen, doch das grundsätzliche Potenzial von Oklo hat sich dadurch nicht verändert. Die entscheidende Frage lautet daher: Könnte dies die Nuklearaktie sein, die Anleger reich macht?

Drei Erlösquellen und 14 Gigawatt Pipeline

Oklo entwickelt sich aus seinem früheren spekulativen Kokon zu einem Unternehmen, das tatsächlich die Chance hat, Strom aus Kernreaktoren zu verkaufen. Kurz gesagt will Oklo auf drei Wegen Geld verdienen: Erstens möchte das Unternehmen den Strom verkaufen, der in seinen kleinen Reaktoren erzeugt wird, die es als „Aurora-Powerhouses“ bezeichnet. Dabei handelt es sich um wiederkehrende Stromverkäufe aus Stromlieferverträgen (PPAs), ähnlich wie heutige Versorger ihr Geschäft modellieren. Zweitens zielt Oklo darauf ab, Einnahmen aus dem Verkauf von Brennstoffen und Radioisotopen zu generieren. Diese drei Säulen könnten zusammen einen leistungsstarken Umsatzstrom bilden, doch der Bau und die Inbetriebnahme von Reaktoren bleibt stets die größte Chance.

Betrachtet man lediglich die aktuelle Pipeline von 14 Gigawatt (GW), ergibt sich ein beeindruckendes Bild. Wenn Oklo diese Kapazität tatsächlich realisiert und jeder Reaktor mit einer Auslastung von 90 Prozent betrieben würde, könnten sie jährlich etwa 110 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugen. Bei einem Preis von 0,09 US-Dollar pro Kilowattstunde – grob dem aktuellen Durchschnittspreis, den industrielle Kunden in den USA für Strom zahlen – könnte Oklo allein aus dieser Kapazität nahezu 10 Milliarden US-Dollar an jährlichen Umsatzerlösen generieren.

Geht man von diesen 10 Milliarden US-Dollar an jährlichen Umsatzerlösen aus und berücksichtigt die erwartete Verwässerung, würde ein Drei-fach-Umsatzmultiplikator (Price-to-Sales) – grob dem Durchschnitt für elektrische Versorgungsunternehmen entsprechend – den Oklo-Aktienkurs auf etwa 130 US-Dollar pro Aktie bringen. Das entspricht einer Steigerung von rund 225 Prozent gegenüber dem heutigen Handelsniveau. Natürlich würde es Jahre dauern, eine solche Kapazität aufzubauen. Doch Anleger, die die Geduld haben, auf den Aufbau dieser Flotte durch Oklo zu warten – und diese vielleicht sogar über 14 GW hinaus wachsen zu sehen –, könnten eines Tages Anteile halten, die ein Vielfaches mehr wert sind als heute.

Hohe Chancen, aber auch erhebliche Unsicherheit

Während immer mehr Unternehmen der Kernenergie gegenüber aufgeschlossen werden, könnten die Verkäufe dieser Reaktoren explodieren. Auch wenn Gemeinden Kernkraftprojekte aus Sicherheitsbedenken ablehnen mögen, könnte der Bedarf an sauberer, zuverlässiger Elektrizität aus dekarbonisierten Quellen dazu führen, dass Reaktoren zunehmend schwer abzulehnen sind. Diese Nachfrage wiederum würde Oklo zu einem sehr profitablen Energieversorger machen.

Dennoch gibt es viele Unbekannte im Bereich der Kernenergie, und die Akzeptanz wird nicht ohne Reibungen, Rückschläge und Misserfolge vonstattengehen. Oklo ist daher keine Aktie zum Kauf, wenn Unsicherheit Anleger stark verunsichert. Diese Unsicherheit wird noch verstärkt durch die Tatsache, dass die Aktie eine Marktkapitalisierung von 7,5 Milliarden US-Dollar aufweist. Würde Oklo zu einem 100 Milliarden US-Dollar schweren Unternehmen heranwachsen – also eine Verzwölffachung erfahren –, müssten Anleger heute 75.000 US-Dollar investieren, um daraus 1 Million US-Dollar zu machen. Das ist ein beträchtliches Investment in ein Unternehmen, das heute kaum Umsatzerlöse verbucht.

Trotzdem könnte die Oklo-Aktie über das nächste Jahrzehnt hinweg renditestärkere Ergebnisse als der Markt erzielen, selbst wenn ein explosives Wachstum um das Hundertfache unwahrscheinlich ist. Für deutsche Anleger, die über Nasdaq oder entsprechende Broker Zugang zu US-Nuklearwerten haben, könnte dies eine gute Beimischung zu einem bereits diversifizierten Portfolio sein – neben mehreren anderen Titeln mit langfristigem Wachstumspotenzial. Wer auf den Ausbau der Reaktorflotte setzt, braucht vor allem eines: Geduld und die Bereitschaft, zwischenzeitliche Kursschwankungen auszuhalten.

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