Nvidia und AMD unter Druck: USA planen Chip-Exportlimits für China
Ein Bloomberg-Bericht über geplante US-Exportbeschränkungen für KI-Chips belastet Nvidia und AMD im nachbörslichen Handel.

Die Aktien von Nvidia und Advanced Micro Devices (AMD) gerieten am Montag nachbörslich unter Druck. Nvidia verlor 0,6 Prozent, AMD gab 0,5 Prozent nach. Auslöser war ein Bericht des Nachrichtendienstes Bloomberg, wonach die US-Regierung Obergrenzen für den Export von KI-Chips an chinesische Unternehmen prüft.
Laut dem Bericht berät die Trump-Administration über eine Begrenzung des Erwerbs von Nvidias H200-Chips auf jeweils 75.000 Stück pro chinesischem Unternehmen. Auch AMDs MI325-Chips, die vergleichbare Leistungsmerkmale aufweisen, würden auf dieselbe Kundenobergrenze angerechnet. Die genauen Regelungen befinden sich demnach noch im Abstimmungsprozess.
Das vorgeschlagene Limit liegt bei weniger als der Hälfte dessen, was chinesische Tech-Konzerne wie Alibaba und ByteDance gegenüber Nvidia bereits als Kaufinteresse signalisiert haben. Beide Unternehmen zählen zu den größten Abnehmern von KI-Beschleunigern, die für die Entwicklung und den Betrieb von Modellen der künstlichen Intelligenz unverzichtbar sind.
Gesamtlieferungen könnten dennoch hohe Stückzahlen erreichen
Trotz der geplanten Einzelobergrenzen könnten die Gesamtauslieferungen nach China laut Insidern bis zu eine Million Einheiten erreichen. Dieser Höchstwert wurde von Trumps Team zu einem früheren Zeitpunkt im Regulierungsprozess festgelegt. Allerdings stammt der Großteil der aktuellen Bestellungen von einer kleinen Anzahl chinesischer Tech-Giganten.
Unter den kundenbezogenen Obergrenzen könnten diese Unternehmen zusammengenommen allenfalls einige Hunderttausend Chips erhalten. Für Nvidia ist China trotz bestehender Exportkontrollen ein bedeutender Absatzmarkt für Rechenzentrumsprodukte. Die neuen Beschränkungen würden den Zugang chinesischer Firmen zu modernster KI-Hardware weiter einengen.
