KI-Skeptiker wetten gegen Tech-Giganten und deren Milliarden-Investitionen
Nach drei ruhigen Jahren werden KI-Bären wieder aktiver und setzen gezielt auf einen Kursrückgang bei Nvidia, Oracle und Co.

Die Skepsis gegenüber dem KI-Boom wächst. Investoren, die bislang an der Seitenlinie standen, positionieren sich nun aktiv gegen die großen Technologiekonzerne – und das mit zunehmender Überzeugung. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die gigantischen Investitionen in KI-Infrastruktur jemals ausreichend Rendite abwerfen werden.
Konkret setzen die Bären auf fallende Kurse bei Nvidia, dessen Chipverkäufe als zentraler Treiber des KI-Booms gelten. Auch Oracle-Aktien stehen im Visier der Leerverkäufer. Besonders ungewöhnlich: Private Wetten gegen OpenAI, das nicht börsennotierte KI-Unternehmen hinter ChatGPT, gewinnen an Bedeutung.
Schulden statt Aktien im Fokus der Bären
Ein wachsender Trend unter den Skeptikern ist das Wetten gegen die Anleihen großer Technologiekonzerne. Amazon und <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet nehmen zusammen mit anderen Hyperscalern in diesem Jahr schätzungsweise 670 Milliarden US-Dollar in die Hand, um ihre KI-Infrastruktur auszubauen. Diese Schuldenstrategie gilt vielen Bären als sicherer als das direkte Leerverkaufen von Aktien, da Short-Squeezes bei einzelnen Titeln erhebliche Verluste verursachen können.
Michael O'Rourke, Chefmarktstratege bei JonesTrading, bestätigt seine bärische Haltung gegenüber dem Sektor. „Die Menschen sind jetzt eher bereit, die Hyperscaler leer zu verkaufen, weil diese ihren freien Cashflow opfern
