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New Hope: Höchste Dividende seit 2022 trotz Gewinneinbruch

Australischer Kohlekonzern schüttet 30 Cent pro Aktie aus und überrascht den Markt.

2 Min
New Hope: Höchste Dividende seit 2022 trotz Gewinneinbruch

Der australische Thermalsteinkohleproduzent New Hope Corp. hat am Dienstag seine größte Quartalsdividende seit vier Jahren bekannt gegeben – und das, obwohl der Jahresgewinn mehr als halbiert wurde und die Erwartungen verfehlte. Die Ankündigung trieb die Aktienkurse auf ihr höchstes Niveau seit mehr als dreieinhalb Jahren.

Die Schlussdividende für das Geschäftsjahr 2026 beträgt 30 australische Cent pro Aktie. Das ist das höchste Niveau seit den 31 Cent im Jahr 2021 und liegt deutlich über den 15 Cent des Vorjahres. CEO Rob Bishop begründete die Ausschüttung in einem Interview mit Reuters: „Wir hatten ein starkes Jahr, und das hat uns die Möglichkeit gegeben, eine starke Dividende auszuschütten.“

Marktreaktion und operative Entwicklung

Die Aktien des Unternehmens stiegen im frühen Handel um bis zu 4,1 Prozent auf 6,54 australische Dollar. Damit wurde das höchste Niveau seit Ende Januar 2023 erreicht. Der breitere Markt stand zum Zeitpunkt der Meldung unter Druck und verzeichnete Verluste von 0,5 Prozent.

Die operative Entwicklung zeigt ein gemischtes Bild. Die verkaufbare Kohleförderung und der Absatz stiegen um 7,6 Prozent beziehungsweise 11,8 Prozent. Dies spiegelt den kontinuierlichen Ausbau der Mine New Acland in Queensland sowie die starke Leistung im zweiten Halbjahr der Mine Bengalla in New South Wales wider.

Gewinnrückgang und Belastungsfaktoren

Der jährliche Gewinn nach Steuern sank gegenüber dem Vorjahr um 63,4 Prozent auf 161 Millionen australische Dollar (umgerechnet rund 114,94 Millionen US-Dollar). Das ist das niedrigste Niveau seit den 79 Millionen Dollar im Geschäftsjahr 2021. Auch die Schätzung von Visible Alpha in Höhe von 182,2 Millionen Dollar wurde verfehlt.

New Hope gab an, dass die Ergebnisse durch einen Rückgang des durchschnittlich realisierten Verkaufspreises um 8,8 Prozent auf 143,2 Dollar pro Tonne belastet wurden. Ursachen sind ungünstige Währungsschwankungen und ein Anstieg des Anteils hochaschiger Verkäufe innerhalb der Gruppe. Zusätzlich wurden die Gewinne durch erhöhte Abschreibungen im Zusammenhang mit Investitionen in Anlagen und Geräte zur Unterstützung des Wachstumsprojekts Bengalla sowie des Ausbaus der Mine New Acland gedrückt.

Ausblick auf steigende Preise

CEO Rob Bishop zeigte sich zuversichtlich, dass die realisierten Preise im Geschäftsjahr 2027 steigen könnten, was dazu beitragen sollte, dass die Ausschüttungen an die Aktionäre weiter steigen. Das Unternehmen erwartet, dass die Thermalsteinkohlepreise mittelfristig bis langfristig gut gestützt sein werden. Als Treiber nennt New Hope ein Angebotsdefizit aufgrund alternder Anlagen und mangelnder Investitionen in neue Projekte.

Für deutsche Anleger ist New Hope ein interessanter Exot im Rohstoffsektor. Das Unternehmen profitiert von der anhaltend hohen Nachfrage nach Thermalsteinkohle, insbesondere aus Asien. Die hohe Dividendenrendite macht die Aktie trotz des Gewinneinbruchs attraktiv für einkommensorientierte Investoren. Allerdings sollten Anleger die Volatilität des Kohlepreises und die Abhängigkeit von chinesischen und indischen Importmärkten im Blick behalten.

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