Nativo sichert 3,5 Mio. Dollar für Goldaufbereitungsanlage La Patona
Nativo Resources sichert 3,5 Mio. USD für Goldanlage La Patona in Peru

Das in London notierte Rohstoffunternehmen Nativo Resources hat einen entscheidenden Schritt zur Fertigstellung seiner Goldverarbeitungsanlage in Peru gemacht. Mit einem verbindlichen Letter of Intent sicherte sich Nativo sowohl eine Projektfinanzierung als auch eine Kapitalerhöhung von der Investmentgesellschaft Chancery Royalty. Die Mittel sollen den Bau und die Inbetriebnahme der Phase-1-Anlage La Patona ermöglichen, die sich rund 45 Kilometer von der unternehmenseigenen Goldkonzession Tesoro entfernt befindet.
Die Projektfinanzierung beläuft sich auf insgesamt 3,5 Millionen US-Dollar und wird in sieben monatlichen Raten ausgezahlt. Die erste Rate ist bereits bis zum 31. Dezember fällig. Das Kapital ist für den Abschluss der Bauarbeiten, die Inbetriebnahme der Anlage sowie die dazugehörige Infrastruktur vorgesehen. Parallel dazu erfolgt eine Kapitalerhöhung über 600.000 Pfund Sterling, die durch die Ausgabe von 285 Millionen neuen Stammaktien in zwei Tranchen umgesetzt wird. Nach Abschluss der Transaktion wird Chancery Royalty rund 8,7 Prozent des erhöhten Aktienkapitals von Nativo halten.
Finanzierungsdetails und Gegenleistung
Als Gegenleistung für die Projektfinanzierung erhält Chancery einen Bruttoumsatzanteil von sechs Prozent an dem in La Patona produzierten Gold. Diese Regelung gilt so lange, bis ein kumulierter kommerzieller Ertrag von 3.034 Feinunzen Gold erreicht ist. Danach reduziert sich der Anteil für die restliche Laufzeit der Anlage auf 1,5 Prozent des Bruttoumsatzes.
Die Phase-1-Anlage ist bereits weitgehend entwickelt und verfügt über eine Kapazität von 70 Tonnen pro Tag für das Auslaugen und Cyanidieren zur Goldverarbeitung. Mehrere Millionen Dollar wurden bereits in die Standortsanierung investiert. Die nun gesicherte Vereinbarung mit Chancery stellt die erforderlichen Mittel bereit, um den Bau abzuschließen und die Anlage in Betrieb zu nehmen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich fünf bis sechs Monate dauern, die Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant.
Strategische Bedeutung für Nativo
Nativo-Geschäftsführer Stephen Birrell betonte die strategische Bedeutung des Projekts: „La Patona ist ein zentraler Bestandteil unserer Strategie, ein vertikal integriertes Goldabbau- und Verarbeitungsunternehmen aufzubauen, das es uns ermöglicht, sowohl Material aus unseren eigenen Operationen als auch Erz von Drittanbietern zu verarbeiten.“ Die Entwicklung eigener Verarbeitungskapazitäten soll die Abhängigkeit von der Fremdbehandlung, dem sogenannten Toll Processing, verringern. Dadurch kann Nativo künftig einen größeren Teil des aus der Goldproduktion generierten Werts selbst behalten.
Birrell hob zudem die Kapitaleffizienz des Vorhabens hervor: „Wichtig ist zudem, dass die Vereinbarung mit Chancery durch den Aufbau auf den bereits getätigten erheblichen Vorinvestitionen in La Patona einen effizienten und kapitalwirksamen Weg zur ersten Produktion bietet.“ Entscheidend sei, dass der Cashflow aus der Phase-1-Produktion voraussichtlich die Finanzierung der nachfolgenden Expansionsstufen ermöglichen werde. Geplant sind die Phasen 1a und 2, die die Kapazität der Anlage schrittweise auf bis zu 350 Tonnen pro Tag erhöhen sollen.
Ausblick für Anleger
Für Nativo Resources markiert die gesicherte Finanzierung einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur ersten eigenen Goldproduktion. Das Unternehmen kann auf bereits getätigte Vorinvestitionen aufbauen und muss nicht bei null beginnen. Die Kombination aus Projektfinanzierung und Kapitalerhöhung verschafft Nativo die nötige Liquidität, um die Bauarbeiten zügig voranzutreiben. Die Reduzierung der Abhängigkeit von externen Verarbeitungsdienstleistern dürfte langfristig die Margen verbessern und die Wertschöpfungskette des Unternehmens stärken. Anleger sollten jedoch den Zeitplan im Auge behalten: Die Inbetriebnahme ist erst für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen, sodass mit ersten Cashflows aus eigener Produktion frühestens zu diesem Zeitpunkt zu rechnen ist.
