Microsoft plant Entlassungen von weniger als 2,5 Prozent der Belegschaft
Tausende Stellen sollen gestrichen werden – betroffen sind Vertrieb, Beratung und die Xbox-Gaming-Sparte.

<a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft plant einer neuen Entlassungswelle, bei der weniger als 2,5 Prozent der weltweiten Belegschaft abgebaut werden sollen. Dies berichtete Business Insider am Dienstag unter Berufung auf Insider. Die Ankündigung könnte bereits in der darauffolgenden Woche erfolgen. Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig verifizieren, und Microsoft lehnte eine Stellungnahme ab.
Laut der SEC-Meldung des vergangenen Jahres beschäftigte Microsoft zum 30. Juni 2025 rund 228.000 Vollzeitmitarbeiter. Weniger als 2,5 Prozent dieser Belegschaft entspricht damit potenziell mehreren Tausend betroffenen Stellen. Laut Business Insider sollen die Stellenstreichungen insbesondere die Bereiche Vertrieb und Beratung sowie die Xbox-Gaming-Sparte treffen.
Xbox im Fokus der Umstrukturierung
Die Xbox-Sparte steht dabei besonders unter Druck. Bloomberg News berichtete Anfang des Monats bereits über geplante umfangreiche Entlassungen sowie deutliche Kürzungen der Marketing- und sonstigen Budgets bei Xbox. Zudem hatte die Spielekonsolen-Sparte zuletzt weltweit die Preise für ihre Konsolen angehoben – mit Verweis auf eine sich verschärfende globale Komponentenkrise.
Darüber hinaus prüft Microsoft laut einem Bericht von The Information aus Anfang Juni verschiedene strategische Optionen für die Xbox-Einheit. Dazu zählen eine mögliche Ausgliederung oder eine Umstrukturierung als hundertprozentige Tochtergesellschaft. Dies deutet auf einen tiefgreifenden Wandel in der Konzernstrategie rund um das Gaming-Geschäft hin.
Branchenweiter Stellenabbau im Technologiesektor
Die aktuellen Pläne reihen sich in einen breiteren Trend im US-Technologiesektor ein. Im Juli 2025 hatte Microsoft bereits angekündigt, fast 4 Prozent seiner Belegschaft zu entlassen – eine der größten Entlassungswellen des Unternehmens der letzten Jahre. Die nun gemeldete Runde stellt damit eine weitere Welle des Personalabbaus dar.
Auch andere Technologieriesen haben in jüngster Zeit massiv Stellen gestrichen. Meta kündigte Pläne zum Abbau von 10 Prozent seiner Belegschaft an, während Amazon Pläne zur Streichung von rund 16.000 Stellen weltweit vorlegte. Der gemeinsame Nenner: Die Unternehmen drosseln ihre Kosten, während sie gleichzeitig massiv in Künstliche-Intelligenz-Infrastruktur investieren.
Dieser Spagat zwischen Kostensenkung und KI-Investitionen prägt derzeit die gesamte Technologiebranche. Für Anleger stellt sich die Frage, wie nachhaltig diese Strategie ist und welche langfristigen Auswirkungen der Stellenabbau auf die Innovationskraft der betroffenen Unternehmen hat. Die Entwicklungen bei Microsoft werden in den kommenden Wochen genau beobachtet werden.
