Micron-Ausweitung der Produktionskapazitäten: Diese Lieferanten profitieren vom KI-Boom
Micron erwartet knappe Speicherchip-Versorgung bis 2028 – Ausrüster in Japan und Südkorea könnten von neuen Kapazitätsinvestitionen profitieren.

Micron hat im vierten Geschäftsjahresquartal hervorragende Ergebnisse vorgelegt und zugleich eine starke Prognose abgegeben. Der Speicherchiphersteller geht davon aus, dass das Angebot an Speicherchips angesichts der überproportional hohen Nachfrage aus der KI-Branche bis zum Jahr 2028 knapp bleiben wird. Sollten Micron und seine Wettbewerber – namentlich Samsung und SK Hynix – ihre Produktionskapazitäten ausbauen, um diese Nachfrage zu bedienen, könnten Ausrüster und Materialzulieferer von den neuen Aufträgen profitieren.
Für Anleger stellt sich damit die Frage, welche Unternehmen entlang der Lieferkette als Nutznießer eines solchen Szenarios gelten könnten. Im Fokus stehen dabei ausgewählte Firmen aus dem Bereich „Halbleiter & Halbleiterausrüstung“ in Japan und Südkorea. Diese gelten als potenzielle Gewinner, falls die drei großen Speicherhersteller ihre Fertigungskapazitäten deutlich erweitern.
Der Hintergrund ist für den deutschen Anleger wichtig: Speicherchips sind ein zyklisches Geschäft, in dem Ausrüstungsinvestitionen stark schwanken. Steigt die Nachfrage – wie aktuell durch KI-Anwendungen –, ziehen die Hersteller ihre Kapazitätsplanung an und ordern Maschinen und Material. Damit verschiebt sich die Nachfragewelle von den Chipkonzernen hin zu den Zulieferern.
Das bullische Szenario
Mehr als 75 Prozent der Liefermengen von Micron für das Geschäftsjahr 2027 sind bereits durch Vereinbarungen gesichert. Die Angebotslage bleibt bis 2028 angespannt. Dies deutet auf mehrjährige Investitionen in neue Kapazitäten hin, wovon die Zulieferer profitieren würden. Sollte sich diese Entwicklung bestätigen, dürften Ausrüster und Materiallieferanten über einen längeren Zeitraum hinweg Aufträge verbuchen.
Das bärische Szenario
Dem stehen jedoch Risiken gegenüber. Die US-Investmentbank Bernstein erwartet, dass sich die Speicherpreise im Jahr 2028 normalisieren. Zudem baut China seine DRAM-Kapazitäten aus, was den Wettbewerb verschärfen könnte. Micron wies außerdem auf Startkosten in neuen Fabriken hin. Ein wichtiger Erfahrungswert aus früheren Zyklen: Ausgaben für Ausrüstung fallen in der Regel als Erste zurück, wenn ein Zyklus umschlägt. Für Anleger bedeutet das ein erhöhtes Timing-Risiko.
Fazit: Zwei Märkte, zwei Profile
Die Analyse unterscheidet die beiden asiatischen Märkte deutlich:
- Japan bietet günstigere Large-Caps, die sich bereits korrigiert haben.
- Südkorea bietet Momentum bei höheren Bewertungen.
Für deutsche Privatanleger, die auf den KI-getriebenen Speicherboom setzen wollen, eröffnen sich damit zwei unterschiedliche Ansätze. Wer auf günstigere Bewertungen nach Rücksetzern setzt, könnte den japanischen Markt bevorzugen. Wer stärker auf Dynamik und höhere Bewertungen setzt, könnte im südkoreanischen Markt fündig werden.
Klar ist: Die weitere Entwicklung hängt entscheidend davon ab, ob Micron, Samsung und SK Hynix tatsächlich wie erwartet in neue Kapazitäten investieren. Bleibt das Angebot bis 2028 knapp, spricht dies für anhaltende Ausrüstungsaufträge. Setzt dagegen eine Preiskorrektur ein, könnte sich die Stimmung bei den Zulieferern schnell eintrüben. Der Artikel wurde mit Unterstützung der KI erstellt und von einem Redakteur überprüft.
