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Meta entfernt Werbung zur Anwerbung von Klägern wegen Social-Media-Sucht

Meta verbannt Anzeigen von Facebook und Instagram, die Kläger für Sucht-Klagen gegen den Konzern rekrutieren sollen.

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Meta entfernt Werbung zur Anwerbung von Klägern wegen Social-Media-Sucht

Meta Platforms hat am Donnerstag angekündigt, Werbeanzeigen von seinen Plattformen Facebook und Instagram zu entfernen, die gezielt neue Kläger für laufende Rechtsstreitigkeiten gegen den Konzern anwerben sollen. Dabei geht es um Klagen, in denen Meta und anderen Social-Media-Unternehmen vorgeworfen wird, ihre Plattformen bewusst so gestaltet zu haben, dass sie bei jungen Nutzern ein Suchtpotenzial entfalten.

Meta-Sprecher Andy Stone machte die Position des Unternehmens in einer Stellungnahme deutlich: „Wir werden nicht zulassen, dass Anwälte von unseren Plattformen profitieren." Das Unternehmen betonte gleichzeitig, sich aktiv gegen die Klagen zu verteidigen.

Tausende Fälle vor staatlichen und Bundesgerichten

Die Rechtsstreitigkeiten umfassen Tausende von Einzelfällen, die sowohl vor staatlichen als auch vor bundesstaatlichen Gerichten in Kalifornien verhandelt werden. Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht die Frage, ob Meta und andere Social-Media-Konzerne ihre Plattformen absichtlich so konzipiert haben, dass insbesondere junge Nutzerinnen und Nutzer in ein suchtartiges Nutzungsverhalten gelenkt werden.

Die Klagen richten sich nicht ausschließlich gegen Meta, sondern betreffen die gesamte Social-Media-Branche. Anwaltskanzleien hatten offenbar die Reichweite von Plattformen wie Facebook und Instagram genutzt, um über gezielte Werbeanzeigen potenzielle Kläger auf sich aufmerksam zu machen und zur Teilnahme an den Sammelklagen zu bewegen.

Hintergrund: Wachsende Kritik an Social-Media-Plattformen

Die Debatte über die psychischen Auswirkungen sozialer Netzwerke auf Kinder und Jugendliche hat in den vergangenen Jahren erheblich an Fahrt gewonnen – sowohl in den USA als auch in Europa. Kritiker werfen Plattformen wie Instagram und TikTok vor, durch algorithmisch gesteuerte Inhalte, Benachrichtigungen und Belohnungsmechanismen gezielt Abhängigkeiten zu fördern.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist die Entwicklung relevant, da derartige Massenrechtsstreitigkeiten in den USA erhebliche finanzielle Risiken für betroffene Unternehmen darstellen können. Die Entscheidung Metas, die Rekrutierungswerbung aktiv zu unterbinden, zeigt, dass der Konzern die Klagewelle ernst nimmt und versucht, den Zustrom neuer Kläger einzudämmen.

Ob die Maßnahme rechtlich wirksam ist oder lediglich symbolischen Charakter hat, bleibt abzuwarten. Anwaltskanzleien könnten auf andere Kanäle ausweichen, um weiterhin Kläger zu gewinnen. Meta hingegen signalisiert mit dem Schritt eine klare Abwehrhaltung gegenüber den laufenden Verfahren.

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