Nio-Aktie minus 91%: Unterbewertete Kaufchance in der Kurskorrektur?
Steigende Ölpreise und wachsende E-Auto-Nachfrage – ist Nio jetzt ein Schnäppchen?

Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen steigt, während die Ölpreise in die Höhe schnellen. In diesem Umfeld rückt der chinesische E-Auto-Hersteller Nio verstärkt in den Fokus von Anlegern. Die Aktie des Unternehmens hat seit ihren Höchstständen massiv an Wert verloren – ein Minus von 91 Prozent sorgt für Diskussionen über eine mögliche Unterbewertung.
Die verwendeten Aktienkurse entsprechen den Nachmittagswerten vom 14. September 2026. Das Video, in dem die Einschätzung veröffentlicht wurde, stammt vom 16. September 2026. Der Motley Fool Stock Advisor hat Nio als jüngsten Tipp ausgegeben.
Hintergrund der Kursentwicklung
Nio gehört zu den bekanntesten chinesischen Herstellern von Elektroautos und konkurriert mit Unternehmen wie BYD und XPeng. Die Aktie erlebte in den vergangenen Jahren eine extreme Achterbahnfahrt. Nach einem rasanten Anstieg während des E-Auto-Booms folgte eine ebenso steile Talfahrt.
Ein Minus von 91 Prozent bedeutet, dass aus einer ursprünglichen Investition von 100 Euro heute nur noch rund 9 Euro geworden wären. Solche Kursverluste werfen zwangsläufig die Frage auf, ob die Aktie nun unterbewertet ist oder ob weitere Risiken bestehen.
Rahmenbedingungen für E-Auto-Aktien
Die steigenden Ölpreise könnten die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen zusätzlich ankurbeln. Höhere Spritpreise machen Verbrenner teurer im Betrieb und lassen E-Autos attraktiver erscheinen. Dies könnte Nio und anderen Herstellern zugutekommen.
Allerdings ist der Wettbewerb in China extrem intensiv. Neben etablierten Herstellern drängen immer neue Anbieter auf den Markt. Nio muss sich zudem mit Lieferkettenproblemen und regulatorischen Unsicherheiten auseinandersetzen.
Die Einschätzung des Motley Fool
Der Motley Fool Stock Advisor hat Nio als aktuellen Tipp ausgegeben. Der Dienst empfiehlt die Aktie trotz der massiven Kursverluste als mögliche Kaufchance. Die durchschnittlichen Renditen aller Empfehlungen seit Bestehen des Dienstes liegen dabei im positiven Bereich.
Anschaffungskosten und Rendite basieren auf dem Schlusskurs des vorherigen Handelstags. Anleger sollten jedoch beachten, dass Aktienempfehlungen keine Garantie für zukünftige Entwicklungen darstellen.
Risiken und Chancen für Anleger
Ein Kursrückgang von 91 Prozent birgt sowohl Chancen als auch erhebliche Risiken. Auf der einen Seite könnte die Aktie tatsächlich unterbewertet sein, wenn Nio seine Produktion ausweiten und profitabel wirtschaften kann. Auf der anderen Seite können solche Verluste auch auf fundamentale Probleme hindeuten.
Anleger sollten die Entwicklung von Nio genau beobachten. Die steigende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und die hohen Ölpreise sind positive Faktoren. Ob sie ausreichen, um die Aktie nachhaltig zu erholen, bleibt abzuwarten.
Die endgültige Bewertung hängt von vielen Faktoren ab – darunter die Absatzzahlen, die Margenentwicklung und die allgemeine Marktlage in China. Wer in Nio investieren möchte, sollte sich der hohen Volatilität bewusst sein.
