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Mais und Soja steigen: Verzögerte US-Ernte treibt CBOT-Futures

Erntefortschritte in den USA bleiben hinter Erwartungen zurück – Mais- und Sojabohnen-Futures legen am Dienstag deutlich zu.

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Mais und Soja steigen: Verzögerte US-Ernte treibt CBOT-Futures

Die Agrarmärkte an der Chicago Board of Trade (CBOT) verzeichneten am Dienstag spürbare Kursgewinne bei Mais- und Sojabohnen-Futures. Ausschlaggebend waren die aktuellen Erntefortschritte in den USA, die deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurückbleiben. Marktteilnehmer beobachten die Lage auf den Feldern genau und reagieren auf die jüngsten Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA).

Die Dezember-Mais-Futures kletterten um 4-1/4 Cent auf 5,01-1/2 US-Dollar pro Scheffel. Noch deutlicher fiel der Anstieg bei den November-Sojabohnen (SX26) aus: Sie legten um 8-1/2 Cent auf 12,89-1/4 US-Dollar zu. Damit verzeichneten Sojabohnen den zweiten Handelstag in Folge Gewinne – nachdem sie am Freitag noch ein Fünf-Wochen-Tief markiert hatten.

Ernte hinkt dem Fünfjahresdurchschnitt hinterher

Laut USDA-Daten haben US-Landwirte bisher lediglich 23 % der Maisernte eingebracht. Das liegt sowohl unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 27 % als auch unter den Analystenprognosen von 26 %. Besonders besorgniserregend ist dabei die Verschlechterung des Erntezustands: Nur noch 54 % der Maisbestände befinden sich in einem „guten bis exzellenten" Zustand – ein Rückgang um drei Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche. Experten hatten lediglich mit einem Minus von einem Prozentpunkt gerechnet.

Auch bei den Sojabohnen zeigt sich ein ähnliches Bild. Bis Sonntag wurden erst 25 % der Anbaufläche abgeerntet – weit unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 33 % und der Analystenschätzung von 29 %. Als Ursache nennen Analysten zwar trockenes Wetter, das die Ernte grundsätzlich begünstigt. Gleichzeitig weisen sie jedoch darauf hin, dass die Böden in einigen Regionen aufgrund der Regenfälle der Vorwoche noch immer feucht sind und die Feldarbeiten dadurch erschwert werden.

Trump unterzeichnet Executive Order für Agrardiesel

Neben den Wetterbedingungen und Erntedaten sorgt auch eine politische Maßnahme für Aufmerksamkeit an den Märkten. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete am Montag eine Executive Order, die den Zugang zu rotem Dieselkraftstoff für landwirtschaftliche Betriebe erleichtern soll. Marktbeobachter bewerten diese regulatorische Maßnahme nun im Kontext der laufenden Erntesaison.

Für deutsche Anleger und Beobachter der globalen Agrarmärkte sind die US-Erntedaten von besonderer Bedeutung: Die USA gehören zu den weltgrößten Exporteuren von Mais und Sojabohnen. Verzögerungen oder Qualitätsverschlechterungen bei der US-Ernte wirken sich direkt auf das globale Angebot und damit auf die Preise an internationalen Warenterminbörsen aus. Die Entwicklungen an der CBOT sind daher ein wichtiger Indikator für die Preisentwicklung von Agrarrohstoffen weltweit.

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