Mink Ventures schließt Bohrprogramm am Rankin-Erzlager in Ontario ab
Vier Bohrlöcher über insgesamt 656 Meter: Mink Ventures testet zwei hochleitfähige VTEM-Anomalien, die Ergebnisse der Analysen stehen noch aus.

Mink Ventures Corporation (TSXV: MINK) hat das Bohrprogramm an seinem Rankin-Nickel-Kupfer-Kobalt-Erzlager abgeschlossen. Das Projekt liegt rund 35 Kilometer westlich von Timmins in der kanadischen Provinz Ontario. Das Unternehmen meldete den Abschluss am 5. Oktober 2026. Zuletzt notierte die Aktie bei 0,07.
Alle Bohrkernproben sind inzwischen protokolliert, und die Proben für die Assay-Analyse wurden ins Labor geschickt. Dort werden sie als dringende Prioritätsanfrage bearbeitet. Die Ergebnisse der Analysen stehen noch aus und sollen veröffentlicht werden, sobald sie vorliegen. Damit befindet sich das Unternehmen in einer typischen Wartephase zwischen Bohrabschluss und Auswertung.
Die Explorationsarbeiten am Rankin-Erzlager wurden eingeleitet, um zwei prioritäre VTEM-Maxwell-Platten-Anomalien mit ungewöhnlich hohen Leitfähigkeitswerten zu testen. Insgesamt wurden vier Bohrungen mit einer Gesamtlänge von 656 Metern durchgeführt, um die Zielgebiete zu evaluieren. Bei den Bohrungen wurde eine mineralisierte Zone mit disseminierten und semimassiven Sulfiden aufgeschlossen.
Die Details
Das Rankin-Erzlager befindet sich etwa 35 Kilometer westlich von Timmins in Ontario. Timmins gilt als eine der bedeutendsten Bergbauregionen Kanadas. Die vier Bohrlöcher mit zusammen 656 Metern dienten dazu, die beiden VTEM-Maxwell-Anomalien zu überprüfen, die durch ungewöhnlich hohe Leitfähigkeitswerte auffielen. Solche hohen Leitfähigkeitswerte gelten als Hinweis auf mögliche massivsulfidische Zonen.
Bei den Bohrungen stieß das Unternehmen auf eine mineralisierte Zone mit disseminierten und semimassiven Sulfiden. Solche Sulfidmineralisierungen können Träger von Nickel, Kupfer und Kobalt sein. Die Analyse der Proben läuft als vorrangige Aufgabe im Labor. Die Assay-Ergebnisse werden nach Angaben des Unternehmens veröffentlicht, sobald sie verfügbar sind.
Seit der Übernahme des Rankin-Erzlagers im Juli hat Mink eine unabhängige geophysikalische Überprüfung der Maxwell-Plattendaten erhalten. Diese Daten wurden vom Optionsgeber bereitgestellt. Die Überprüfung bestätigte das Vorhandensein hochleitfähiger Zonen. Das Unternehmen wertet dies als Hinweis auf massive Sulfidzonen, die potenziell assoziiertes Nickel, Kupfer und Kobalt beherbergen könnten. Das Rankin-Erzlager liegt im Kam-Kotia-Gabbro-Komplex, den Mink als stark vielversprechend einstuft.
Zusätzlich werden die Ziele am Rankin-Erzlager von einer starken, kohärenten Schwerkraftantwort überlagert. Diese Überlagerung stützt laut Unternehmen die Möglichkeit einer mit den VTEM-Zielen verbundenen Sulfidzone. Die Kombination aus Leitfähigkeitsanomalien und Schwerkraftsignal gehört zu den klassischen Werkzeugen der modernen Mineralexploration.
Kevin Filo, P. Geo. (Ontario), fungiert als qualifizierte Person im Sinne des National Instrument 43-101. Er hat die in der Pressemitteilung offengelegten wissenschaftlichen und technischen Daten überprüft und genehmigt, indem er die VTEM-Surveydaten analysierte. Filo ist Direktor des Unternehmens.
Hintergrund: Was bisher geschah
Mink Ventures ist in der Region bereits aktiv. Bereits am 14.07.2026 berichtete aktien.news, dass Mink Ventures die Phase-2-Bohrungen auf dem Warren-Projekt in der kanadischen Bergbauregion Timmins erfolgreich abgeschlossen hat. Damals gab das Unternehmen die Fertigstellung der Bohrarbeiten bekannt und lieferte damit einen weiteren Meilenstein in der Exploration des Projekts. Zu den gemeldeten Kennzahlen zählten Bohrtiefen von bis zu 705,7 Metern sowie Goldgehalte von 0,61 Gramm pro Tonne (g/t) in bestimmten Abschnitten.
Der Abschluss von Bohrprogrammen ist derzeit ein wiederkehrendes Muster in der kanadischen und internationalen Juniorszene. So berichtete aktien.news am 06.07.2026, dass Mundoro Capital den Abschluss eines Diamantbohrprogramms auf dem Ziel Skorusa East in Serbien bekannt gab, das insgesamt 1.288,1 Meter umfasste. Am 14.09.2026 meldete Inomin Mines den Abschluss seines Bohr- und Explorationsprogramms auf dem 28.000 Hektar großen polymetallischen Projekt Beaver-Lynx in British Columbia; die Bohrkampagne im Lynx-Block umfasste neun Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 3.452,8 Metern. Am 23.04.2026 berichtete aktien.news, dass Pan American Energy den Abschluss seines Bohrprogramms für 2026 am Squalus Lake bekanntgab und die Demobilisierung des Camps einleitete.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist die zentrale Botschaft: Bei Mink Ventures steht derzeit das Ergebnis der Laboranalysen aus. Bis diese vorliegen, lässt sich über den tatsächlichen Gehalt an Nickel, Kupfer und Kobalt in den durchbohrten Zonen keine belastbare Aussage treffen. Der Abschluss der Bohrarbeiten allein ist noch kein Nachweis einer wirtschaftlich bedeutenden Lagerstätte.
Positiv hervorzuheben ist, dass mehrere voneinander unabhängige geophysikalische Signale zusammenlaufen: die hohen Leitfähigkeitswerte der VTEM-Maxwell-Anomalien und die starke, kohärente Schwerkraftantwort. Solche übereinstimmenden Hinweise erhöhen aus geologischer Sicht die Plausibilität eines Sulfidkörpers, ersetzen aber keine Bohrergebnisse.
Einordnen sollten Anleger auch die Unternehmensgröße. Mink ist ein Junior-Explorer mit 41.672.296 ausgegebenen Stammaktien. Solche Titel reagieren erfahrungsgemäß stark auf Nachrichten wie Assay-Ergebnisse. Das Unternehmen weist in seiner Mitteilung ausdrücklich auf Risiken hin, darunter die Unfähigkeit, notwendiges Kapital aufzubringen, künftige Metallpreise, Ergebnisse von Explorationsarbeiten sowie behördliche und börsenrechtliche Zulassungsverzögerungen. Dies ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
Ausblick
Der nächste konkrete Schritt ist die Veröffentlichung der Assay-Ergebnisse, sobald diese vorliegen. Parallel laufen Planungs- und Genehmigungsverfahren, um im Winter einige Bohrlochgeophysik-Surveys durchzuführen. Diese sollen die unter dem Rankin-See liegenden interessanten Bereiche abdecken. Ein Bohrprogramm der Phase 2 wird evaluiert, sobald die geophysikalischen Arbeiten sowie die Interpretation und Modellierung aller Daten abgeschlossen sind.
Das Unternehmen verfolgt damit einen klaren Ablauf: erst die Laborergebnisse und die Geophysik, dann die Entscheidung über weitere Bohrungen. Ein verbindlicher Zeitpunkt für die Veröffentlichung der Assay-Ergebnisse wurde nicht genannt. Mink Ventures sucht in Ontario nach kritischen Rohstoffen und hält neben Rankin das Montcalm-Projekt, das derzeit etwa 104 Quadratkilometer umfasst und an die ehemalige Montcalm Mine von Glencore angrenzt, mit einer historischen Förderung von 3,93 Millionen Tonnen Erz, sowie das 11 Quadratkilometer große Warren-Projekt.
Kurz erklärt
- VTEM-Maxwell-Anomalie: Eine mit elektromagnetischen Flugmessungen erfasste Zone, die auf leitfähige Gesteinskörper im Untergrund hinweist.
- Disseminierte Sulfide: Fein im Gestein verteilte Sulfidminerale, die anders als massive Sulfide nicht in kompakten Körnern vorliegen.
- Qualifizierte Person: Ein nach kanadischem Bergbaustandard anerkannter Fachgeologe, der technische Angaben eines Explorationsunternehmens prüft und freigibt.
