Kupferpreise steigen: Chinesische Käufer kehren nach Verkaufswelle zurück
Chinesische Käufer treiben Kupfer trotz US-Zinserhöhung auf 14.408 Dollar pro Tonne.

Die Kupferpreise sind am Donnerstag gestiegen, nachdem chinesische Käufer nach einem jüngsten Preisrückgang wieder in den Markt zurückkehrten. Das an der London Metal Exchange (LME) gehandelte Leitkupfer legte um 1,2 Prozent zu und notierte in offiziellen Ringen bei 14.408 Dollar pro Metertonne – und das trotz einer Zinserhöhung in den USA.
Das in der Energie- und Bauindustrie vielseitig eingesetzte Metall war seit seinem Rekordhoch von 14.875 Dollar pro Tonne am 10. September um rund vier Prozent gefallen. Nun sorgt die wiedererstarkte Nachfrage aus China, dem weltweit größten Kupferverbraucher, für eine Erholung der Notierungen.
Chinesische Nachfrage treibt Aufschläge auf Rekordniveau
Ein wichtiger Indikator für die Stärke der physischen Nachfrage in China ist der sogenannte Yangshan-Kupferaufschlag. Dieser stieg am Mittwoch auf 118 Dollar pro Tonne – der höchste Stand seit Oktober 2022. Der Aufschlag spiegelt die Bereitschaft chinesischer Importeure wider, einen Preisaufschlag gegenüber dem LME-Kurs zu zahlen, um Kupferlieferungen ins Land zu bekommen.
Auch die inländischen physischen Marktaufschläge, die über den Preisen der Shanghai Futures Exchange (ShFE) gehandelt werden, kletterten am Mittwoch auf 645 Yuan pro Tonne. Damit erreichten sie ihren höchsten Stand seit Dezember 2023. Die Daten zeigen: Die Nachfrage nach dem Industriemetall in China ist trotz der globalen Konjunktursorgen ungebrochen hoch.
Lagerbestände auf niedrigstem Stand seit Januar 2024
Ein weiteres Signal für die angespannte Versorgungslage liefern die Lagerbestände. Die chinesischen Aktien in von der ShFE überwachten Lagern beliefen sich zuletzt auf lediglich 54.780 Tonnen – das niedrigste Niveau seit Januar 2024. Dieser Rückgang ist nach Angaben von Marktbeobachtern unter anderem darauf zurückzuführen, dass Händler und Produzenten das Metall in Erwartung von Importzöllen vermehrt in die Vereinigten Staaten verschifften.
Die Kombination aus sinkenden Lagerbeständen und steigenden Aufschlägen deutet auf eine robuste physische Nachfrage hin, die den Kupferpreis kurzfristig stützen dürfte.
US-Dollar festigt sich nach Fed-Zinserhöhung
Der Preisanstieg beim Kupfer erfolgte, obwohl sich der US-Dollar nach der jüngsten Zinsanhebung durch die US-Notenbank Federal Reserve und der erneuten Bestätigung ihres Engagements zur Inflationsbekämpfung festigte. Eine stärkere US-Währung macht in Dollar notierte Metalle für Inhaber anderer Währungen typischerweise teurer und belastet damit die Nachfrage.
Dass die Kupferpreise dennoch zulegen konnten, unterstreicht die Stärke der physischen Nachfrage aus China. Der Markt scheint bereit, die Dollar-Stärke vorerst zu ignorieren, solange die chinesischen Käufer aktiv bleiben.
Ausblick: Bleibt die Nachfrage aus China stabil?
Für die weitere Preisentwicklung wird entscheidend sein, ob die chinesische Nachfrage auf dem aktuell hohen Niveau bleibt. Sollten die Aufschläge und die Lagerbestände ihre aktuellen Trends fortsetzen, ist mit einer anhaltenden Unterstützung für die Kupfernotierungen zu rechnen. Ein nachlassender Importbedarf aus China oder eine weitere deutliche Aufwertung des US-Dollars könnten den Preisen dagegen wieder Auftrieb nach unten geben.
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von einem Redakteur überprüft.
