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KOSPI auf Rekordhoch: SK Hynix und Samsung treiben KI-Rally

Südkoreas Leitindex klettert um bis zu 5% auf ein neues Allzeithoch – angetrieben von explodierender KI-Chip-Nachfrage.

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KOSPI auf Rekordhoch: SK Hynix und Samsung treiben KI-Rally

Südkoreas Leitindex KOSPI hat am Montag ein neues Allzeithoch erreicht. Der Index stieg bis 03:28 Uhr GMT um bis zu 5% auf einen Rekordstand von 7.876,60 Punkten. Treiber der Rally sind die südkoreanischen Chiphersteller SK Hynix und Samsung Electronics, die von einem anhaltenden Optimismus rund um künstliche Intelligenz profitieren.

SK Hynix legte dabei besonders stark zu: Die Aktie des Speicherchip-Spezialisten erreichte ebenfalls ein Rekordhoch und gewann zeitweise bis zu 13% an Wert. Auch Samsung Electronics verzeichnete deutliche Kursgewinne und baute damit Zuwächse aus, die das Unternehmen zuletzt über eine Marktbewertung von einer Billion US-Dollar getrieben hatten.

Beispiellose Nachfrage nach KI-Speicherchips

Hintergrund der Kursexplosion ist eine massive Nachfrage nach fortschrittlichen Speicherchips für KI-Server. Reuters berichtete vergangene Woche, dass SK Hynix mit „beispiellosen" Angeboten großer Technologiekonzerne überschwemmt wird, die sich Lieferungen von Hochleistungsspeichern sichern wollen. Die verfügbaren Fertigungskapazitäten des Unternehmens sind dabei faktisch erschöpft.

Die Situation ist so angespannt, dass einige Kunden angeboten haben, neue Produktionslinien zu fördern und sogar die Finanzierung kostspieliger Lithografie-Anlagen des niederländischen Maschinenbauers ASML zu unterstützen. Solche Angebote sind in der Halbleiterbranche äußerst ungewöhnlich und unterstreichen, wie dringend die Nachfrage nach Kapazitäten ist.

Der zentrale Engpass liegt bei sogenannten High-Bandwidth-Memory-Chips, kurz HBM. Diese Speicherchips sind ein unverzichtbarer Bestandteil moderner KI-Beschleuniger und werden von Tech-Giganten wie Microsoft, Meta Platforms und Alphabet – der Muttergesellschaft von Google – in großem Maßstab eingesetzt.

HBM: Der Schlüssel zur KI-Infrastruktur

HBM-Chips ermöglichen die extrem hohen Datenübertragungsraten, die für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle notwendig sind. Ohne ausreichende HBM-Kapazitäten können selbst die leistungsfähigsten KI-Prozessoren ihr volles Potenzial nicht entfalten. Genau deshalb kämpfen die großen Technologiekonzerne mit ungewöhnlichen Mitteln um Lieferverträge.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung in Südkorea ein wichtiges Signal: Die KI-Infrastruktur-Nachfrage ist kein kurzfristiger Trend, sondern treibt strukturelle Engpässe in der globalen Halbleiterlieferkette. Unternehmen wie ASML, die Schlüsselmaschinen für die Chipproduktion liefern, stehen dabei ebenfalls im Fokus. Die Rally in Seoul zeigt, dass der Markt die KI-getriebene Nachfrage nach Speicherchips als nachhaltig und wachsend einschätzt.

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