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KI-Sicherheitsprüfung: Forderung an Trump-Regierung vor Modell-Freigabe

Eine Interessenvertretung fordert verbindliche KI-Sicherheitsprüfungen und den Ausschluss nicht bestandener Unternehmen von Regierungsaufträgen.

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KI-Sicherheitsprüfung: Forderung an Trump-Regierung vor Modell-Freigabe

Die Organisation „Americans for Responsible Innovation" hat die Trump-Regierung aufgefordert, fortschrittliche KI-Modelle vor ihrer öffentlichen Freigabe auf Sicherheitsrisiken zu überprüfen. Unternehmen, die diese Prüfung nicht bestehen, sollen von Regierungsaufträgen ausgeschlossen werden. Die Forderung wurde in einem Schreiben an Regierungsvertreter übermittelt.

Konkreter Anlass ist das KI-Modell „Mythos" des Unternehmens Anthropic, das derzeit im Weißen Haus für Diskussionen sorgt. Das Modell soll die schnellere und einfachere Durchführung komplexer Cyberangriffe ermöglichen und damit Risiken für die nationale Sicherheit der USA darstellen können.

Verbindliche Standards statt freiwilliger Vereinbarungen

Derzeit überprüft das US-Zentrum für KI-Standards und Innovation (CAISI) einige KI-Modelle – allerdings nur auf Basis freiwilliger Vereinbarungen mit führenden Unternehmen wie OpenAI, Anthropic, Google, Microsoft und xAI. Die Interessenvertretung fordert nun, diesen Ansatz grundlegend zu ändern und verbindliche Anforderungen einzuführen.

Konkret soll das CAISI die Entwicklung verbindlicher Prüfanforderungen leiten. Zusätzlich fordert die Gruppe, dass der US-Kongress eine ständige Vollzugsbehörde innerhalb des US-Handelsministeriums einrichtet, um diese Anforderungen auch tatsächlich durchzusetzen.

Die vorgeschlagenen Regelungen würden nicht für alle KI-Anbieter gelten, sondern gezielt für die größten Marktteilnehmer. Betroffen wären Unternehmen, die:

  • jährlich 100 Millionen US-Dollar oder mehr für Rechenleistung zum Training sogenannter Frontier-Modelle ausgeben, oder
  • mindestens 500 Millionen US-Dollar Jahresumsatz mit KI-Produkten und -Dienstleistungen erzielen.

Kalifornien als Vorreiter bei KI-Regulierung

Diese Schwellenwerte sind nicht neu: Der US-Bundesstaat Kalifornien hat im vergangenen Jahr ähnliche Grenzwerte für Sicherheitsberichtspflichten eingeführt. Die Forderungen der Interessenvertretung knüpfen damit an bereits bestehende regulatorische Ansätze auf Staatsebene an und versuchen, diese auf die Bundesebene zu heben.

Die Debatte um KI-Sicherheitsstandards gewinnt in den USA zunehmend an Bedeutung. Während die Europäische Union mit dem AI Act bereits einen umfassenden Rechtsrahmen geschaffen hat, fehlt in den USA bislang eine vergleichbare bundesweite Regulierung. Die aktuellen Forderungen zeigen, dass der Druck auf die Trump-Regierung wächst, zumindest für die leistungsfähigsten KI-Systeme verbindliche Sicherheitsstandards zu etablieren – insbesondere mit Blick auf Risiken im Bereich Cybersicherheit und Waffenentwicklung.

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