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KI reduziert CO2 in Zementproduktion

Alcemys Software senkt Emissionen und Produktionskosten in der Betonindustrie

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KI reduziert CO2 in Zementproduktion

Das Berliner Start-up Alcemy hat eine KI-basierte Software entwickelt, die den Produktionsprozess von Zement und Beton optimiert und die CO2-Emissionen erheblich reduziert. Das Unternehmen, das 2018 von Leopold Spenner und Robert Meyer gegründet wurde, hat kürzlich eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen und dabei knapp zehn Millionen Euro von Investoren eingesammelt. Diese Mittel sollen unter anderem zur Expansion und zur Entwicklung neuer Technologien genutzt werden.

Ein bedeutendes Projekt von Alcemy ist der Edge East Side Büroturm in Berlin-Friedrichshain, in dem stark CO2-reduzierter Transportbeton im 32. und 33. Stockwerk verbaut wurde. Dieser Beton wurde unter Einsatz der Alcemy-Software hergestellt und überwacht. Firmenchef Spenner erläutert, dass die Software die Qualität der Baustoffe bereits bei der Herstellung prognostizieren und überprüfen kann. Dies sei besonders wichtig, da Beton einer der größten CO2-Emittenten weltweit ist.

Fabian Heilemann von Aenu, einem der Investoren, betont die Bedeutung von Alcemy in der Baubranche: „Beton ist das Fundament unserer Gesellschaft, gleichzeitig ist er einer der größten CO2-Emittenten unseres Planeten.“ Das Ziel von Alcemy sei es, den CO2-Ausstoß in der Betonproduktion zu reduzieren. Dies sei besonders relevant im Hinblick auf die Klimaneutralitätsziele bis 2045 und den Emissionshandel.

Robert Meyer, der Mitgründer von Alcemy, fügt hinzu, dass der Herstellungsprozess von Zement und Beton durch ihre Software effizienter und umweltfreundlicher gestaltet wird. Dabei setzt Alcemy auf die Analyse von qualitätsrelevanten Daten aus Chemie und Mineralogie während der Produktion. Die Algorithmen der Software liefern Prognosen und Sollwerte zur Optimierung des Produktionsprozesses. Kunden wie Rohrdorfer, Dyckerhoff, Märker, Max Bögl und Valet+Ott nutzen bereits die KI von Alcemy.

Die beiden Gründer, Spenner und Meyer, lernten sich durch das Gründerprogramm Entrepreneur First kennen. Spenner stammt aus einer Familie mit einem etablierten Bauunternehmen, was Alcemy den Einstieg in die Branche erleichterte. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen fast 60 Mitarbeiter und hat seit der Gründung über 20 Millionen Euro von Investoren eingesammelt. Manfred Heid von BitStone Capital, ein weiterer Investor, ist überzeugt, dass Alcemy eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung klimafreundlicher Baustoffe einnehmen wird.

Die Alcemy-Softwarelösung ermöglicht die Herstellung CO2-ärmerer Zemente und Betone, ohne dass dabei wesentliche Umrüstungen in den Produktionswerken erforderlich sind. Dies, so Heilemann, sei ein entscheidender Vorteil der Technologie. Alcemy plant, die jüngsten Finanzmittel für die Entwicklung und den Ausbau der Qualitätsüberwachungstechnik sowie für die Markteinführung einer zweiten Sensorikgeneration zu verwenden. Außerdem soll die Präsenz in den USA und in Lateinamerika ausgebaut werden.

AlcemyCO2NachhaltigkeitKünstliche Intelligenz

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