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Volkswagen setzt auf KI für Milliardeneinsparungen

Mit effizienter Datenverarbeitung und proaktiver Instandhaltung sollen Kosten reduziert werden.

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Volkswagen setzt auf KI für Milliardeneinsparungen

Volkswagen strebt an, durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bis zu einer Milliarde Euro einzusparen. Europas größter Autohersteller plant, die Effizienz zu steigern, wobei der IT-Bereich unter der Leitung von Hauke Stars eine zentrale Rolle spielt. Mitte Juni versammelten sich die IT-Fach- und Führungskräfte des Konzerns in Bad Vilbel nahe Frankfurt zur Global IT I/O, dem größten internen Fachmeeting. Hier präsentierte Hauke Stars den etwa 300 wichtigsten IT-Experten des Unternehmens ein Strategie-Update, bei dem die Nutzung von KI im Vordergrund stand.

Als IT-Vorständin ist Hauke Stars für die gesamte Unternehmens-IT von VW verantwortlich, also für alle Anwendungen und digitalen Prozesse außerhalb der Fahrzeuge. Ihr Ziel ist es, durch den gezielten Einsatz von Daten und KI Kosten zu sparen. Unternehmenskreise sprechen von nachhaltigen Einsparungen im hohen dreistelligen Millionenbereich bis hin zu einer Milliarde Euro bis 2030. Stars selbst betont, dass das Potenzial „signifikant“ sei und man die Umsetzung mit hoher Geschwindigkeit vorantreibe.

Der Einsatz von KI ist bei VW bereits weit fortgeschritten. Immer mehr Werke nutzen Predictive Maintenance, eine proaktive Instandhaltung, bei der Sensoren oder Kameras voraussagen, wann Maschinen ausfallen könnten. Auch in der Qualitätssicherung erkennt KI anhand von Geräuschen, ob Getriebe in Ordnung sind, was Zeit und Nacharbeiten spart. Bei der Premiummarke Audi macht KI sogar Designvorschläge für Räder und andere Fahrzeugkomponenten.

Stars betont, dass KI ein Werkzeug sei, das den Mitarbeitenden die Arbeit erleichtern solle, wobei die finalen Entscheidungen stets von Menschen getroffen würden. Eine große Herausforderung sei es, die enorme Menge an Daten so verfügbar zu machen, dass KI-Anwendungen sie effektiv nutzen können. Zu ihrem Amtsantritt vor zwei Jahren hatte Stars begonnen, die Daten bei VW zu strukturieren. Ein von ihr etablierter „Code of Practice“ verpflichtet Abteilungen, Daten untereinander zu teilen, solange keine gravierenden Gründe dagegensprechen.

Das IT-Ressort ist zentral für die Sparanstrengungen bei VW. Allein in diesem Jahr sollen im Gesamtkonzern zehn Milliarden Euro eingespart werden. Unter dem Namen „New IT Perform“ plant Stars, mindestens eine Milliarde Euro zum Effizienzprogramm beizutragen. Dies soll bis 2027 erreicht werden, indem die IT-Kosten reduziert und die Performance gesteigert werden. Dazu gehören die Bündelung von Infrastrukturen, Neuverhandlung von Verträgen und Lizenzen, der Wechsel von Lieferanten, das Abschalten von Altsystemen und der Einsatz von Standards sowie KI.

VW setzt zudem auf Co-Innovationen mit großen Tech-Unternehmen wie SAP, mit denen Langzeitverträge bestehen. Ein globales Beschaffungssystem für den Einkauf wurde gemeinsam entwickelt, das auch andere Unternehmen nutzen können. Die Personalkosten sollen mittelfristig um 20 Prozent reduziert werden, wobei IT-Kräfte an kostengünstigeren Standorten wie Indien, Portugal, Spanien, Tschechien oder Brasilien rekrutiert werden. Allein in Indien arbeiten inzwischen 3000 IT-Mitarbeiter für VW, und die Abteilung wächst kontinuierlich.

Eine interne Netzwerkstörung im vergangenen Jahr, die die weltweite Produktion bei VW für einige Tage lahmlegte, wurde von einem Fehler in einer Hardwarekomponente verursacht. Dieser Fehler wurde vom Lieferanten mittels Softwareupdate behoben. Einen externen Angriff schloss VW damals aus. Hauke Stars zeigte sich stolz darauf, wie schnell ihre Mitarbeiter auf die Störung reagierten.

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