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Kevin Warsh soll Fed leiten – Zentralbank vor grundlegendem Kurswechsel

Trump-Nominierung könnte Mandat der US-Notenbank einschränken und geldpolitische Instrumente auf den Prüfstand stellen.

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Kevin Warsh soll Fed leiten – Zentralbank vor grundlegendem Kurswechsel

Donald Trump hat Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der Federal Reserve nominiert. Die Personalie könnte eine grundlegende Neuausrichtung der mächtigsten Zentralbank der Welt einläuten, warnen führende Ökonomen. Der ehemalige Fed-Gouverneur gilt als scharfer Kritiker der expansiven Geldpolitik der vergangenen Jahre.

Warsh kritisiert seit Jahren, dass die Federal Reserve ihr ursprüngliches Mandat überschritten habe. Er spricht von einem "Mission Creep" – einer schleichenden Ausweitung der Aufgaben. Besonders die umfangreichen Notmaßnahmen während der Finanzkrise 2008 und der Corona-Pandemie sieht er kritisch. Die Fed hatte damals ihr geldpolitisches Instrumentarium massiv erweitert, um die Wirtschaft zu stabilisieren.

Die Nominierung dürfte eine intensive Debatte über die künftige Rolle der Zentralbank auslösen. Warsh könnte versuchen, die Fed wieder stärker auf ihre Kernaufgaben – Preisstabilität und Vollbeschäftigung – zu fokussieren. Kritiker befürchten allerdings, dass eine zu enge Auslegung des Mandats die Handlungsfähigkeit in Krisenzeiten einschränken könnte.

Rückkehr zu traditioneller Geldpolitik

Experten erwarten, dass Warsh die unkonventionellen Instrumente der Fed zurückfahren wird. Dazu zählen etwa großangelegte Anleihekaufprogramme und direkte Marktinterventionen. Diese Werkzeuge waren nach der Finanzkrise zum Standard geworden, um die Wirtschaft anzukurbeln und die Märkte zu beruhigen.

Für die globalen Finanzmärkte könnte ein Kurswechsel erhebliche Folgen haben. Die Fed-Politik beeinflusst nicht nur die US-Wirtschaft, sondern wirkt sich weltweit auf Zinsen, Wechselkurse und Kapitalströme aus. Deutsche Anleger und Unternehmen sollten die Entwicklung daher genau beobachten.

Die Nominierung muss noch vom US-Senat bestätigt werden. Dort dürfte Warsh mit kritischen Fragen zur künftigen Ausrichtung der Geldpolitik rechnen. Besonders umstritten ist die Frage, wie die Fed auf künftige Wirtschaftskrisen reagieren soll, wenn traditionelle Instrumente nicht ausreichen.

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