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Kabinett nominiert Felbermayr als neuen Wirtschaftsweisen

Der österreichische Ökonom Gabriel Felbermayr soll Ulrike Malmendier im Sachverständigenrat ersetzen.

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Kabinett nominiert Felbermayr als neuen Wirtschaftsweisen

Das Bundeskabinett hat auf Vorschlag von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche beschlossen, dem Bundespräsidenten die Berufung von Gabriel Felbermayr in den Rat der Wirtschaftsweisen vorzuschlagen. Der österreichische Ökonom soll die bisherige Ratsmitglied Ulrike Malmendier ablösen. Der Sachverständigenrat berät die Bundesregierung in wirtschaftspolitischen Fragen und gilt als eines der einflussreichsten Beratungsgremien Deutschlands.

Felbermayr leitet derzeit das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) in Wien. Zuvor stand er an der Spitze des renommierten Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Von 2010 bis 2019 leitete er außerdem das Ifo-Zentrum für internationale Wirtschaft an der Universität München.

Expertise in Handelspolitik und Geoökonomie gefragt

Laut Bundeswirtschaftsministerium bringe Felbermayr besondere Expertise in den Bereichen Handelspolitik, Geoökonomie und Europäische Integration mit. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage – mit Handelskonflikten, dem Ukraine-Krieg und einem sich wandelnden globalen Wirtschaftsgefüge – sei dieses Profil für die Arbeit des Rates von besonderer Bedeutung. Für Privatanleger, die Entwicklungen an internationalen Märkten beobachten, dürften Felbermayrs Einschätzungen zu Außenhandel und Europapolitik künftig relevant sein.

Der Ökonom ist bereits im Wissenschaftlichen Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums aktiv und verfügt damit über Erfahrung in der wirtschaftspolitischen Beratung auf höchster Ebene. Das von ihm geleitete Wifo wurde 1927 von den liberalen Ökonomen Friedrich August von Hayek und Ludwig von Mises gegründet – zwei Ikonen des freien Marktes und des klassischen Liberalismus. Diese intellektuelle Tradition dürfte Felbermayrs marktwirtschaftliche Grundhaltung prägen.

Gabriel FelbermayrWirtschaftsweiseSachverständigenratBundeskabinettHandelspolitik

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