ANZEIGE

IWF warnt: Eurozone droht Wachstumseinbruch trotz Iran-Kriegsende

Der IWF senkt seine Wachstumsprognose für die Eurozone und erwartet steigende Inflation sowie höhere EZB-Zinsen.

•• 3 Min
IWF warnt: Eurozone droht Wachstumseinbruch trotz Iran-Kriegsende

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor einer deutlichen Wachstumsverlangsamung in der Eurozone – und das selbst dann, wenn die wirtschaftlichen Störungen durch den Iran-Krieg bis Mitte des Jahres abklingen. Gleichzeitig prognostiziert der Fonds einen spürbaren Anstieg der Inflation, der die Europäische Zentralbank (EZB) zu Leitzinserhöhungen zwingen dürfte. Diese Einschätzung veröffentlichte der IWF am Dienstag in seinem Weltwirtschaftsausblick (World Economic Outlook).

Konkret erwartet der IWF für die Eurozone ein Wirtschaftswachstum von lediglich 1,1 Prozent im laufenden Jahr. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber den 1,4 Prozent aus dem Jahr 2025 und liegt auch unter der noch im Januar abgegebenen Prognose von 1,3 Prozent. Der Krieg macht demnach die besser als erwartet ausgefallene wirtschaftliche Expansion vom Ende des vergangenen Jahres mehr als zunichte.

Die Eurozone ist bei diesem Szenario besonders verwundbar: Da der Währungsraum den Großteil seines Energiebedarfs importiert, trifft ihn der Anstieg der Energiepreise besonders hart. Russlands Krieg in der Ukraine hatte den Zugang zu wichtigen Energieressourcen bereits zuvor erheblich belastet – der Iran-Konflikt verschärft diese Lage nun zusätzlich.

Belastung für Industrie und Währung

Laut IWF werden die Auswirkungen des Krieges „die anhaltenden Effekte des stetigen Anstiegs der Energiepreise seit Russlands Einmarsch in die Ukraine verstärken und das verarbeitende Gewerbe belasten". Zusätzlichen Druck erzeugt die reale Aufwertung des Euro gegenüber den Währungen von Ländern, die ähnliche Exportprodukte anbieten – was die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie weiter schwächt.

Ein Lichtblick sind die geplanten Erhöhungen der Verteidigungsausgaben in der Eurozone. Diese könnten einen Teil der wirtschaftlichen Belastung abfedern. Allerdings warnt der IWF, dass der Anstieg der Ausgaben relativ langsam vonstattengeht – die konjunkturellen Impulse daraus dürften daher erst mit zeitlicher Verzögerung spürbar werden.

Interessant ist der Vergleich mit der EZB selbst: Der IWF zeigt sich optimistischer als die Notenbank, die im vergangenen Monat in ihrem eigenen Basisszenario lediglich ein Wachstum von 0,9 Prozent prognostiziert hatte, bevor es 2027 zu einer raschen Erholung kommen soll.

EZB vor Zinserhöhung – Markt hat bereits reagiert

Auf der Inflationsseite erwartet der IWF in seiner Basisprognose einen Anstieg auf 2,6 Prozent im Jahr 2026, nach 2,1 Prozent im Vorjahr. Diese Prognose basiert auf der Annahme, dass der Krieg von begrenzter Dauer, Intensität und Reichweite bleibt und die wirtschaftlichen Störungen bis Mitte 2026 abklingen können.

Als Reaktion auf diesen Inflationsanstieg erwartet der IWF, dass der Einlagensatz der EZB – derzeit bei 2,0 Prozent – im Laufe des Jahres 2026 um 50 Basispunkte angehoben wird. Diese Einschätzung deckt sich mit den aktuellen Markterwartungen: Investoren haben eine Zinserhöhung bis Juni bereits vollständig eingepreist. Der Markt geht davon aus, dass die EZB frühzeitig signalisieren will, dass sie ein Übergreifen der Inflation über den Energiesektor hinaus und eine sich verselbstständigende Preisspirale nicht dulden wird.

Negative Szenarien bleiben möglich

Trotz des Basisszenarios betont der IWF ausdrücklich, dass weitaus schlechtere Ergebnisse möglich seien. In seinen „negativen" und „schwerwiegenden" Szenarien deutet der Fonds auf global stärkere Wachstumseinbußen und einen kräftigeren Inflationsanstieg hin. Auch die EZB hatte zuletzt ähnliche Risikohinweise gegeben.

Für deutsche Anleger und Sparer bedeutet das: Die Zinswende nach oben könnte sich fortsetzen, während das Wirtschaftsumfeld in der Eurozone angespannt bleibt. Besonders energieintensive Branchen und exportorientierte Unternehmen stehen vor einem schwierigen Jahr.

Iwf Eurozone WachstumEzb Zinserhöhung 2026Inflation EurozoneWeltwirtschaftsausblick IwfIran Krieg WirtschaftEnergiepreise EuropaEzb Leitzins

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.