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Iran-Konflikt trifft Weltwirtschaft: Deutschland senkt Wachstumsprognose auf 0,6 Prozent

Geopolitische Spannungen und ein massiver Energiepreisschock belasten Märkte und die deutsche Konjunktur zum Quartalsende erheblich.

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Der Iran-Konflikt erschüttert zum Ende des ersten Quartals 2026 die globalen Finanzmärkte. Brent-Rohöl notiert bei rund 115 US-Dollar je Barrel, die US-Benzinpreise überschreiten erstmals seit mehr als drei Jahren die Marke von vier Dollar je Gallone. Diese Entwicklung setzt Zentralbanken weltweit unter Druck – allen voran die Europäische Zentralbank (EZB), die zwischen Inflationsbekämpfung und dem Schutz einer fragilen Konjunktur abwägen muss.

Deutschland, Europas größte Volkswirtschaft, spürt den Gegenwind besonders deutlich. Führende Wirtschaftsinstitute haben die BIP-Wachstumsprognose für 2026 von 1,3 auf nur noch 0,6 Prozent halbiert. Gleichzeitig steigen die Inflationserwartungen auf 2,8 Prozent – sowohl für dieses als auch für das kommende Jahr. Allein die Energiekosten legten in Deutschland im März um 7,2 Prozent zu und bremsen die Industrieproduktion sowie die Kaufkraft der Verbraucher spürbar.

Trotz des schwierigen Umfelds zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt erstaunlich widerstandsfähig. Die Arbeitslosenquote blieb im März stabil bei 6,3 Prozent und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die einen leichten Anstieg prognostiziert hatten. Die Bundesagentur für Arbeit verweist allerdings darauf, dass ein nennenswerter Frühjahrsaufschwung bislang ausbleibt. Zusätzlich belastet die Staatsfinanzen: Die Staatsverschuldung stieg binnen eines Jahres um 144 Milliarden Euro auf nunmehr 2,84 Billionen Euro.

Europäische Energiekonzerne setzen auf den US-Markt

Inmitten der Volatilität reagiert die Industrie mit strategischen Umstrukturierungen. Große europäische Energieversorger wie Iberdrola, RWE und Siemens Energy forcieren ihre Expansion in den USA. Iberdrola hat 58 Milliarden Euro für den Ausbau der US-Netzinfrastruktur bis 2028 reserviert, RWE investiert 17 Milliarden Euro in erneuerbare Energien und Batteriespeicher. Treiber sind die Rekordnachfrage nach Strom in den USA sowie der Wunsch nach Portfoliodiversifikation.

Auf nationaler Ebene vermeldet die Deutsche Bahn einen Meilenstein: Die vollständige Besetzung aller Stellwerke ist erstmals nach jahrelangen Engpässen erreicht. Anders sieht es in der Glasfaserbranche aus – Unternehmen wie Deutsche Glasfaser kämpfen unter dem Druck hoher Schulden und gestiegener Zinsen mit Restrukturierungsverhandlungen. In Grünheide setzt Tesla derweil auf Talentgewinnung: Bei „Open Day

FinanzenMarktbericht

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