Iran-Konflikt trifft deutsche Wirtschaft mit voller Wucht
Energiepreisschock und geopolitische Unsicherheit trüben die Konjunkturaussichten für Deutschland und Europa erheblich.

Der Iran-Konflikt erschüttert die globalen Finanzmärkte zum Ende des ersten Quartals 2026. Brent-Rohöl notiert bei rund 115 US-Dollar je Barrel, US-Benzinpreise übersteigen vier Dollar pro Gallone. Die Folge: steigende Inflation, wachsende Stagflationsrisiken und ein deutlich eingetrübtes Konjunkturbild für Europa und die USA.
Deutschland trifft der Schock besonders hart. Führende Wirtschaftsinstitute haben ihre BIP-Wachstumsprognose für 2026 von 1,3 auf 0,6 Prozent mehr als halbiert. Auch für 2027 wurde die Erwartung von 1,4 auf 0,9 Prozent gesenkt. Die deutschen Verbraucherpreise dürften in diesem Jahr um 2,8 Prozent steigen – angetrieben von einem Energiekostenschub von 7,2 Prozent allein im März.
Der Arbeitsmarkt zeigt sich trotz des schwierigen Umfelds überraschend stabil. Die Arbeitslosenquote verharrte im März bei 6,3 Prozent, entgegen den Erwartungen eines leichten Anstiegs. Allerdings mahnte Arbeitsagenturchefin Andrea Nahles, dass der typische Frühjahrsaufschwung bislang fehle. Zusätzlich belastet: Die Staatsschulden stiegen im Vorjahr um 144 Milliarden Euro auf nunmehr 2,84 Billionen Euro.
Deutsche Unternehmen unter Druck
Eine Umfrage des ifo-Instituts macht das Ausmaß der Belastung deutlich: 90 Prozent der Industrieunternehmen geben an, durch den Krieg in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt zu sein. Als Hauptgründe nennen sie hohe Energiekosten, Lieferkettenprobleme und logistische Unsicherheiten.
Inmitten der Krise gibt es vereinzelt positive Signale. Deutsche Bahn meldete, alle Stellwerksposten erstmals vollständig besetzt zu haben – nach der Einstellung von 2.200 neuen Mitarbeitern. Tesla hingegen wirbt in seinem Grünheider Werk mit „Open Day
