Irlands Inflation springt auf 3,6 Prozent – Energiepreise treiben Anstieg
Im März verzeichnete Irland die höchste Inflationsrate seit zweieinhalb Jahren – ausgelöst durch einen massiven Energiepreisschub.

Die Verbraucherpreise in Irland sind im März 2025 deutlich gestiegen. Die jährliche Inflationsrate kletterte auf 3,6 Prozent, nach 2,5 Prozent im Februar. Das geht aus einer Schnellschätzung des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) hervor, die das Zentrale Statistikamt Irlands am Montag veröffentlichte.
Der Wert markiert den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren und überraschte Beobachter mit seiner Dynamik. Besonders auffällig: Im Monatsvergleich stiegen die Gesamtpreise zwischen Februar und März um 1,8 Prozent. Das ist der stärkste monatliche Zuwachs seit März 2022.
Energiepreise als Haupttreiber
Hauptverantwortlich für den Preissprung ist der Energiesektor. Die Energiepreise legten im Vergleich zum Vormonat um satte 11 Prozent zu. Dieser Anstieg dürfte unter anderem auf saisonale Effekte sowie Entwicklungen an den internationalen Energiemärkten zurückzuführen sein.
Die Kerninflation – also die Teuerungsrate ohne Energie und unverarbeitete Lebensmittel – blieb dagegen stabil. Sie verharrte im Jahresvergleich bei 2,6 Prozent, unverändert gegenüber dem Vormonat. Das deutet darauf hin, dass der Preisdruck abseits des Energiesektors vorerst moderat bleibt.
Für deutsche Anleger und Beobachter der Eurozone sind diese Zahlen relevant, da Irland als offene Volkswirtschaft ein wichtiger Indikator für breitere europäische Inflationstrends ist. Die Europäische Zentralbank (EZB) verfolgt die Preisentwicklung in den Mitgliedsstaaten genau, um ihre Geldpolitik zu kalibrieren. Ein erneuter Energiepreisanstieg in mehreren Ländern könnte die Debatte über weitere Zinssenkungen beeinflussen.
