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BofA: Thailands Wirtschaft verliert im Februar an Schwung

Nachlassende Exporte, schwächere Industrieproduktion und steigende externe Risiken trüben das Bild der thailändischen Wirtschaft.

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BofA: Thailands Wirtschaft verliert im Februar an Schwung

Thailands Wirtschaft hat im Februar deutlich an Dynamik verloren. Nach einer starken Performance im Januar schwächte sich die Aktivität sowohl auf der Nachfrage- als auch auf der Angebotsseite ab – das zeigt ein aktueller Bericht der Bank of America (BofA).

Das Exportwachstum verlangsamte sich spürbar: von 23,6 Prozent im Jahresvergleich im Januar auf nur noch 10,6 Prozent im Februar. Besonders Erdölexporte brachen um 18,4 Prozent ein, auch Edelsteine und Schmuck verzeichneten Rückgänge. Lichtblick blieben die Elektronikexporte, die mit einem Plus von 60,5 Prozent im Jahresvergleich weiterhin robust blieben.

Die Industrieproduktion schrumpfte saisonbereinigt um 2,1 Prozent gegenüber dem Vormonat und stagnierte im Jahresvergleich bei 0,0 Prozent. Verantwortlich dafür waren Wartungsarbeiten in Erdölraffinerien mit einem Rückgang von 4,8 Prozent im Jahresvergleich, eine schwächere Automobilproduktion mit minus 1,3 Prozent sowie hohe Lagerbestände bei Elektrogeräten mit minus 8,9 Prozent. Halbleiter und integrierte Schaltkreise legten hingegen um 6,9 Prozent zu, Festplattenlaufwerke sogar um 19,7 Prozent.

Konsum und Tourismus unter Druck

Der private Konsum sank saisonbereinigt um 1,8 Prozent gegenüber dem Vormonat. Hauptursache war ein deutlicher Rückgang bei langlebigen Konsumgütern – der Boom durch Elektrofahrzeugkäufe in den Vormonaten ist offenbar abgeflaut. Der Konsum langlebiger Güter drehte mit minus 0,8 Prozent im Jahresvergleich ins Negative, nach einem Plus von 26,7 Prozent im vorangegangenen Zeitraum. Halblanglebige Güter wie Bekleidung blieben mit einem Wachstum von 2,0 Prozent im Jahresvergleich noch im positiven Bereich.

Auch der Tourismussektor schwächelte: Die Einnahmen sanken saisonbereinigt um 2,1 Prozent gegenüber dem Vormonat, da weniger Fernreisende aus dem Nahen Osten und Malaysia das Land besuchten. Der Dienstleistungssektor schrumpfte saisonbereinigt um 0,7 Prozent zum Vormonat, wuchs jedoch im Jahresvergleich noch um 1,7 Prozent.

Ein positives Signal sendete die Leistungsbilanz: Der Überschuss verbesserte sich von 0,5 Milliarden US-Dollar auf 2,1 Milliarden US-Dollar. Treiber waren ein Wechsel zu einem Handelsbilanzüberschuss sowie eine stärkere Dienstleistungsbilanz. Für Anleger bleibt Thailand damit ein Markt mit gemischten Signalen – solide Außenhandelsdaten stehen einer zunehmend fragilen Binnennachfrage gegenüber.

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