iPhone 18 Pro: Streiks in Italien trüben starke Nachfrage aus USA
Verkaufsstart des iPhone 18 Pro: Streiks in Italien überschatten starke US-Nachfrage und positive Analystenprognosen.

Der weltweite Verkaufsstart des iPhone 18 Pro ist für Apple ein Tag der Gegensätze: Während sich auf dem US-Markt eine starke Nachfrage abzeichnet, legten in Italien über 1.600 Mitarbeiter die Arbeit nieder. Die Proteste trafen das Unternehmen bewusst am Tag der Markteinführung.
In 17 italienischen Apple Stores kam es am Freitag zu einem großflächigen Streik. Die Gewerkschaften Filcams CGIL, Fisascat CISL und Uiltucs hatten zu dem Arbeitskampf aufgerufen, um gegen die Arbeitsbedingungen zu protestieren. Vor dem Flaggschiff-Store in Mailand versammelten sich Dutzende Angestellte mit roten Fahnen und Lärminstrumenten, um ihrem Unmut Nachdruck zu verleihen.
Proteste am Verkaufsstart
Die Gewerkschaften wählten den Launch-Tag des iPhone 18 Pro bewusst als Zeitpunkt für die Arbeitsniederlegung. Gewerkschaftsvertreter Nicholas Pezze betonte, man wolle das Image des Unternehmens nutzen, um auf die aus Sicht der Belegschaft prekäre Situation aufmerksam zu machen. Die Kritik der Mitarbeiter richtet sich gegen unklare Stellenbeschreibungen, eine Überlastung durch Produktlaunches und mangelnde Fürsorge für das Wohlbefinden der Angestellten.
Zu den konkreten Forderungen gehören Neueinstellungen, die Umwandlung befristeter Verträge in unbefristete Arbeitsverhältnisse sowie flexiblere Arbeitszeitmodelle für Teilzeitkräfte. Apple selbst reagierte gelassen auf die Proteste. Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass die Stores wie gewohnt geöffnet blieben und man sich freue, Kunden zu begrüßen. Zudem verwies Apple auf seine branchenführenden Vergütungs- und Sozialleistungen, darunter private Kranken- und Vorsorgeprogramme sowie Maßnahmen zur mentalen Gesundheit.
Starke Nachfrage in den USA
Ungeachtet der Arbeitskämpfe in Italien zeichnet sich auf dem US-Markt eine robuste Nachfrage nach dem neuen Flaggschiff ab. Laut einer aktuellen Umfrage von Evercore ISI deutet der iPhone-Upgrade-Zyklus auf eine stärkere Dynamik als erwartet hin. Analyst Amit Daryanani hob infolgedessen das Kursziel für die Apple-Aktie von 365 auf 380 US-Dollar an und bestätigte das „Outperform“-Rating.
Die Umfrage unter 4.000 Konsumenten zeigt, dass 53 Prozent der Befragten den Kauf eines iPhone 18 Pro oder Pro Max planen. Besonders das „Pro Max“-Modell erfreut sich wachsender Beliebtheit. Zudem erwartet Evercore durch den Trend zu größeren Speicherkonfigurationen und höheren Listenpreisen einen Anstieg der durchschnittlichen Verkaufspreise um rund 28 Prozent.
Neue Produkte und Ausblick
Das iPhone 18 Pro ist in Italien zu Preisen ab 1.489 Euro erhältlich. Neben dem neuen Flaggschiff-Smartphone hat Apple das „Duo“ vorgestellt, das erste faltbare Modell des Konzerns. Dessen Verkaufsstart ist für den 23. Oktober terminiert. Das Interesse am „Duo“ fällt laut der Evercore-Studie mit 14 Prozent bislang noch verhalten aus.
Insgesamt zeigen die Daten jedoch eine positive Tendenz für das Geschäftsjahr 2027. Gestützt wird diese durch eine steigende Nachfrage nach Apple-Wearables wie der Apple Watch und den AirPods. Für Apple bleibt der iPhone-18-Pro-Launch damit ein zweigeteilter Tag: positive Analystenprognosen und starke Konsumentennachfrage auf der einen Seite, Arbeitskonflikte in einem wichtigen europäischen Markt auf der anderen.
