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Inflation sinkt auf 1,9 Prozent – diese Faktoren treiben die Preise

Im Februar fiel die deutsche Inflationsrate knapp unter die Zwei-Prozent-Marke – doch die Preistreiber bleiben vielfältig.

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Inflation sinkt auf 1,9 Prozent – diese Faktoren treiben die Preise

Die Inflation in Deutschland ist im Februar 2026 auf 1,9 Prozent gesunken und liegt damit erstmals seit Monaten wieder unter der kritischen Zwei-Prozent-Marke. Das Statistische Bundesamt bestätigte damit seine erste Schätzung. Für Verbraucher und Anleger bleibt das Bild jedoch zweigeteilt: Während Energie günstiger wurde, treiben Dienstleistungen die Preise weiter nach oben.

Dienstleistungen zählen seit Monaten zu den hartnäckigsten Preistreibern. Im Februar stiegen sie erneut um 3,2 Prozent – genauso stark wie bereits im Januar. Besonders ins Gewicht fiel die kombinierte Personenbeförderung mit einem Plus von über sechs Prozent. Hauptursache: Das Deutschlandticket kostet seit Jahresbeginn 63 Euro monatlich – bei seiner Einführung im Mai 2023 waren es noch 49 Euro.

Auch das eigene Auto wird teurer. Wartung und Reparatur von Fahrzeugen schlugen im Februar mit einem Preisanstieg von fünf Prozent zu Buche. Eine aktuelle ADAC-Stichprobe zeigt jedoch: Wer im Umkreis von 60 Kilometern um Großstädte sucht, findet bei Markenwerkstätten teils deutlich günstigere Preise als in der Stadt selbst. Gaststättendienstleistungen verteuerten sich um 3,4 Prozent.

Lebensmittel: Butter erholt sich, Schokolade explodiert

Bei Lebensmitteln verlangsamte sich der Preisauftrieb spürbar auf nur noch 1,1 Prozent im Jahresvergleich. Speisefette und -öle verbilligten sich sogar um fast 20 Prozent. Butter war im Februar 32,9 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor – nach einem historischen Hochstand von 2,39 Euro je 250-Gramm-Päckchen im Oktober 2024.

Dieser Rückgang dürfte jedoch nicht von Dauer sein. Discounter wie Aldi Nord und Lidl haben ihre Butterpreise bereits wieder angehoben – auf 1,19 Euro je Päckchen. Steigende Einkaufspreise werden als Begründung genannt. Auf der anderen Seite verteuerten sich Schokolade um mehr als 13 Prozent sowie Rind- und Kalbfleisch um über 14 Prozent.

Energie günstiger – doch Iran-Krieg bleibt Risikofaktor

Ein dämpfender Effekt kam im Februar von der Energie: Die Energiepreise sanken um 1,9 Prozent, nach minus 1,7 Prozent im Januar. Erdgas verbilligte sich um 4,4 Prozent, Strom um 4,1 Prozent. Das Statistische Bundesamt führt dies auf Maßnahmen der Bundesregierung zurück – darunter die Senkung der Netzentgelte und die Abschaffung der Gasspeicherumlage.

Dennoch wächst die Sorge vor einem erneuten Inflationsschub. Der Iran-Krieg hat die Zapfsäulen bereits erreicht: Benzin und Diesel kosten aktuell mehr als zwei Euro je Liter. Ökonomen warnen, dass ein längerer Konflikt die Öl- und Gaspreise nachhaltig erhöhen und die Inflationsrate wieder über die Zwei-Prozent-Marke treiben könnte. Auch Lebensmittelpreise könnten durch steigende Logistik- und Energiekosten erneut anziehen.

Für Anleger bedeutet das: Die Inflationsentwicklung bleibt eng an die geopolitische Lage gekoppelt. Bislang gehen Volkswirte für das Gesamtjahr von einer Inflationsrate knapp über zwei Prozent aus – doch diese Prognose steht unter dem Vorbehalt einer Eskalation im Nahen Osten.

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