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Inflation in der Schweiz fällt auf null

Gesunkene Reise- und Fahrzeugpreise drücken die Jahresteuerung unerwartet nach unten

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Inflation in der Schweiz fällt auf null

Die Teuerung in der Schweiz ist im November überraschend auf null gesunken. Nach Angaben des Bundesamts für Statistik lag die Jahresteuerung im Vormonat noch bei 0,1 Prozent. Die Entwicklung ist maßgeblich auf niedrigere Preise in der Hotellerie und bei Pauschalreisen ins Ausland zurückzuführen. Zusätzlich wurden rückläufige Preise für neue Automobile sowie für Fruchtgemüse festgestellt, was den Rückgang der Verbraucherpreise weiter verstärkte. Die Daten geben einen detaillierten Einblick in die jüngste Dynamik der Konsumentenpreise und zeichnen ein Bild einer weitgehend gedämpften Inflationstendenz.

Die Schweizerische Nationalbank definiert Preisstabilität durch eine Inflationsspanne von null bis zwei Prozent. Damit liegt der aktuelle Wert am unteren Rand dieses Zielkorridors. Für das laufende Jahr geht die SNB bei ihren Projektionen weiterhin von einem moderaten Anstieg der Verbraucherpreise aus. Angaben vom September zufolge rechnet sie für 2025 mit einem Anstieg der Teuerung um 0,2 Prozent, für das darauffolgende Jahr mit 0,5 Prozent und für 2027 mit 0,7 Prozent. Diese Prognosen spiegeln die Einschätzung wider, dass die Inflation trotz kurzfristiger Schwankungen langfristig in einem niedrigen Bereich verbleiben dürfte.

Das Direktorium der Notenbank, bestehend aus drei Mitgliedern, wird in wenigen Tagen erneut über die geldpolitische Ausrichtung entscheiden. Die nächste Zinsentscheidung steht am 11. Dezember an. Marktteilnehmer erwarten mit großer Mehrheit, dass der aktuelle Leitzins von null Prozent bestätigt wird. Diese Erwartung speist sich aus den jüngsten Inflationsdaten, die kaum Anlass für eine Anpassung der geldpolitischen Maßnahmen liefern. Die Anleger verfolgen die Entwicklung aufmerksam, da die Entscheidung der SNB maßgebliche Auswirkungen auf Finanzierungskosten, Kreditvergabe und wirtschaftliche Rahmenbedingungen haben kann.

Die anhaltend niedrige Inflation hat in den vergangenen Monaten wiederholt Diskussionen über die geldpolitischen Perspektiven der Schweiz ausgelöst. Während einzelne Preisbewegungen stark saisonal geprägt sind, verdeutlichen die aktuellen Zahlen eine breite Entspannung im Preisgefüge. Die Entwicklung bleibt für viele wirtschaftliche Akteure von Bedeutung, da sie Einfluss auf Konsumverhalten, Unternehmensplanung und Investitionen hat. Mit der nun erreichten Jahresteuerung von null Prozent liegt der Fokus erneut auf der Frage, wie die SNB ihre weiteren Schritte angesichts dieser Rahmenbedingungen gestaltet.

Schweiz GeldpolitikInflation

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