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Inflation bleibt im Mai stabil bei 2,1 Prozent

Lebensmittel treiben Preise, Energie billiger – EZB dürfte Leitzinsen weiter senken

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 Inflation bleibt im Mai stabil bei 2,1 Prozent

Die Inflationsrate in Deutschland hat sich im Mai nicht verändert und liegt weiterhin bei 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bereits im April hatten sich die Verbraucherpreise um diesen Wert erhöht. Das Statistische Bundesamt bestätigte, dass die Teuerungsrate damit auf demselben Niveau wie im Vormonat verharrt. Verantwortlich für den anhaltenden Preisanstieg sind unter anderem Lebensmittel, die sich erneut um 2,8 Prozent verteuerten. Dienstleistungen kosteten 3,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, was jedoch ein leichter Rückgang im Vergleich zu April darstellt, als die Preissteigerung noch bei 3,9 Prozent lag. Waren insgesamt verteuerten sich um 0,9 Prozent, nach 0,5 Prozent im Vormonat.

Die sogenannte Kerninflation, die Energie- und Lebensmittelpreise ausklammert, sank geringfügig auf 2,8 Prozent. Im April hatte dieser Wert noch bei 2,9 Prozent gelegen. Die Energiepreise entwickelten sich erneut rückläufig und lagen 4,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im April betrug der Rückgang sogar 5,4 Prozent. Als ein Grund für diesen Preisverfall gilt die gesunkene Nachfrage nach Rohöl infolge eines internationalen Handelskonflikts, der von US-Präsident Donald Trump initiiert wurde. Dieser Konflikt wirkt sich nach Einschätzung von Ökonomen belastend auf die Weltwirtschaft aus.

Trotz des leichten Rückgangs der Kerninflation sehen Fachleute darin noch keine Entwarnung. Die Teuerung bleibt aus Sicht von Ökonomen hartnäckig. So kritisiert der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, dass die Inflationsrate ohne Energie und Nahrungsmittel weiterhin klar über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent liegt. Auch Friedrich Heinemann vom ZEW betont, dass nicht mehr die Inflation selbst das größte Problem darstelle, sondern die wirtschaftliche Stagnation. Er äußerte die Hoffnung, dass die Maßnahmen der Bundesregierung zur Wachstumsförderung eine positive Wende bringen.

Die eigentliche Herausforderung für die Preisstabilität wird laut Fachleuten dann erwartet, wenn geplante staatliche Investitionen umgesetzt werden. Erst wenn die Inflation auch bei wirtschaftlichem Wachstum niedrig bleibe, könne man von einer stabilen Rückkehr zur Preisstabilität sprechen. Angesichts dieser Lage sprechen sich Ökonomen für eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik der EZB aus. Die Leitzinsen wurden bereits mehrfach gesenkt, und auch für die bevorstehende Ratssitzung wird mit einem weiteren Zinsschritt gerechnet. Anschließend sei jedoch eine abwartende Haltung der Zentralbank möglich.

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