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IAEA: Uranressourcen decken steigende Kernbrennstoff-Nachfrage

Globale Uranproduktion steigt, doch neue Minenprojekte sind für die Zukunft entscheidend.

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IAEA: Uranressourcen decken steigende Kernbrennstoff-Nachfrage

Die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) sieht die weltweiten Uranressourcen als ausreichend an, um die steigende Nachfrage aus dem Kernkraftsektor zu decken. Allerdings müssen dafür neue Projekte entwickelt und in Betrieb genommen werden. Dies geht aus dem gemeinsamen Bericht der IAEA und der OECD-Agentur für Kernenergie (NEA) mit dem Titel „Uran 2026: Ressourcen, Produktion und Nachfrage“ hervor.

Weltweit befanden sich zum 1. Januar 2025 insgesamt 418 kommerzielle Kernreaktoren im Betrieb, mit einer installierten Gesamtleistung von 378 Gigawatt (GW). Für deren Brennstoffversorgung waren jährlich rund 64.500 Tonnen Uran (tU) erforderlich. Weitere 23 Reaktoren mit einer Kapazität von 19,7 GW befanden sich in Stilllegung oder suspendiertem Betrieb.

Wachstum der Kernkraft erfordert mehr Uran

Die IAEA erwartet, dass die globale Stromerzeugung aus Kernkraft auch in Szenarien mit niedrigem Wachstum deutlich zunehmen wird. Dieses Wachstum zielt darauf ab, die Energiesicherheit zu erhöhen und dem Klimawandel entgegenzuwirken. Konkret bedeutet dies: Die Uranproduktion müsste im Szenario mit niedrigem Wachstum auf 84.800 tU pro Jahr steigen, im Szenario mit hohem Wachstum sogar auf 143.900 tU pro Jahr.

Die derzeit bekannten Uranressourcen, die zu Kosten von weniger als 260 US-Dollar pro Kilogramm Uran gewonnen werden können, belaufen sich weltweit auf mehr als 8,1 Millionen Tonnen. Dies entspricht einem Anstieg um 2,1 Prozent gegenüber dem Wert aus der vorherigen Ausgabe des IAEA/NEA-Uranberichts von 2025. Diese Menge reicht aus, um selbst das höchste prognostizierte Niveau der künftigen Nachfrage zu decken.

Herausforderung: Zeitaufwendige Projektentwicklung

Die vorhandenen Ressourcen müssen jedoch erst in tatsächliche Produktion umgewandelt werden. Dafür sind neue Projekte erforderlich – und deren Entwicklung ist zeitaufwendig. Die Identifizierung, Genehmigung und Entwicklung neuer Uranprojekte dauert typischerweise zwischen 15 und 20 Jahren.

„Angemessene und stabile Uranpreise, gestützt durch langfristige Verträge, sind daher entscheidend, um die Exploration voranzutreiben, finale Investitionsentscheidungen für neue Minen zu unterstützen und Innovationen bei den Extraktionstechniken zu beschleunigen“, so die IAEA in ihrem Bericht.

Produktion und Exploration legen deutlich zu

Trotz der langen Vorlaufzeiten reagiert der Uransektor bereits auf die steigenden Nachfragesignale. Die globale Uranproduktion lag in den Jahren 2023 und 2024 mit einem Gesamtvolumen von 116.000 Tonnen Uran um etwa 20 Prozent höher als in den Jahren 2021 und 2022. Allein im Jahr 2024 belief sich die Produktion auf 61.924 Tonnen Uran – die höchste jährliche Fördermenge seit 2016.

Auch die Investitionen in Exploration und Entwicklung steigen deutlich. Die globalen Ausgaben beliefen sich 2023/24 auf mehr als 1,78 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von rund 46 Prozent gegenüber 2021/22 entspricht. Ein Großteil dieses Anstiegs floss jedoch in die Exploration und nicht in die Projektentwicklung. Dies unterstreicht laut IAEA, wie wichtig es ist, die Pipeline für die Projektentwicklung auszubauen.

Bedeutung für deutsche Anleger

Für deutsche Anleger ist der Uransektor vor dem Hintergrund der globalen Energiewende und des Wiedererstarkens der Kernkraft in vielen Ländern von wachsendem Interesse. Während Deutschland selbst aus der Kernenergie ausgestiegen ist, setzen zahlreiche andere Industrienationen weiterhin auf Atomstrom – sei es aus Gründen der Versorgungssicherheit oder des Klimaschutzes. Die steigende Nachfrage nach Uran und die Notwendigkeit neuer Minenprojekte könnten langfristig für Preisanstiege bei dem Rohstoff sorgen.

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