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Humanoide Roboter: Citi nennt drei chinesische Zulieferer als Top-Gewinner

Citigroup sieht drei chinesische Zulieferer als Gewinner der massiven Produktionsausweitung humanoider Roboter.

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Humanoide Roboter: Citi nennt drei chinesische Zulieferer als Top-Gewinner

Die US-amerikanische Robotikbranche steht vor einem massiven Produktionssprung. Wie aus einer aktuellen Analyse der Citigroup vom Montag hervorgeht, könnte der führende US-Hersteller humanoider Roboter seine wöchentliche Fertigung bis Oktober 2026 fast verzehnfachen. Die Bank stützt sich dabei auf eigene Lieferkettenprüfungen in China und identifiziert drei chinesische Komponentenhersteller als klare Nutznießer dieser Entwicklung.

Konkret prognostiziert Citi, dass die wöchentliche Produktion humanoider Roboter bis Oktober 2026 auf rund 1.500 Einheiten steigen könnte. Anfang 2027 sei eine Steigerung auf 2.000 bis 2.500 Einheiten pro Woche möglich, bis Ende 2027 sogar auf 8.000 Einheiten. Die Schätzung für die jährliche Produktionsmenge im Jahr 2027 belässt die Bank unverändert bei rund 100.000 bis 200.000 Einheiten. Zudem könnte der Hersteller in den kommenden Monaten eine oder zwei Produktpräsentationen veranstalten.

Drei chinesische Zulieferer im Fokus

„Wir sehen positive Auswirkungen für relevante Zulieferer von Komponenten für humanoide Roboter", schrieb Citigroup in ihrer Analyse. Die Bank nannte dabei drei Unternehmen, die besonders von dem Produktionshoch profitieren dürften: Hengli Hydraulic, Shuanghuan Drive und Leader Drive.

Für Hengli Hydraulic sagte die Bank voraus, dass die Aufträge des US-Kunden über Planetenrollenspindeln hinaus auch lineare Führungen und elektrische Antriebe umfassen könnten. Ein interessantes Detail: Aufgrund der niedrigen Ausbeute beim Zusammenbau durch den Kunden könnten die ersten Lieferungen potenziell doppelt so hoch ausfallen wie eigentlich erforderlich. Citi schätzt, dass Komponenten für humanoide Roboter im Jahr 2026 rund 1 Prozent des Umsatzes von Hengli ausmachen könnten, im Jahr 2027 dann bereits 8 Prozent.

Shuanghuan Drive ist bereits über das Elektrofahrzeuggeschäft mit dem US-Kunden verbunden. Laut Citi hat das Unternehmen die Chance, Hochdrehmoment-Reduktoren für die Taillen- oder Hüftgelenke der Roboter zu liefern. Dies könnte eine natürliche Erweiterung der bestehenden Geschäftsbeziehung darstellen.

Bei Leader Drive bleibt der Marktanteil beim führenden US-Roboterhersteller nach Einschätzung der Bank noch unklar. Das Management des Unternehmens sehe jedoch reichlich Bestellungen für sogenannte Harmonic Reductors – ein zentrales Bauteil für die Bewegungssteuerung – von chinesischen humanoiden Robotikfirmen sowie von US-Akteuren wie Figure AI und Apptronik.

Bewertung für Anleger

Die Analyse von Citigroup zeigt, dass der Markt für humanoide Roboter vor einem deutlichen Wachstumsschub steht. Für Anleger ergeben sich daraus Chancen entlang der gesamten Lieferkette. Besonders die genannten chinesischen Komponentenhersteller könnten von der massiv steigenden Produktion profitieren.

Allerdings sollten Anleger die Risiken nicht außer Acht lassen. Die Produktionsausweitung hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die technische Reife der Roboter, die Nachfrageentwicklung und die Fähigkeit der Zulieferer, die benötigten Komponenten in ausreichender Qualität und Quantität zu liefern. Zudem sind die genannten Unternehmen an chinesischen Börsen notiert, was für deutsche Privatanleger besondere Zugangshürden mit sich bringen kann.

Die kommenden Monate mit den angekündigten Produktpräsentationen des US-Herstellers dürften weitere Klarheit über das tatsächliche Tempo der Marktentwicklung bringen. Bis dahin bleibt die Prognose von Citigroup ein wichtiger Indikator für das enorme Potenzial, das in der Branche der humanoiden Roboter steckt.

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