Hot Chili erweitert oberflächennahes Kupfer-Gold bei La Verde in Chile
Neue Bohrungen bei der Porphyr-Entdeckung La Verde stärken die Argumente für eine Erzlieferung an das Projekt Costa Fuego.

Hot Chili (ASX, TSX-V: HCH; US-OTC: HHLKF), das vom Rohstoffriesen Glencore (LSE: GLEN) unterstützte Explorationsunternehmen, hat neue Bohrergebnisse aus seiner Kupfer-Gold-Porphyr-Entdeckung La Verde an der chilenischen Küste veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen eine Erweiterung der oberflächennahen Kupfer-Gold-Mineralisierung und untermauern die strategische Bedeutung des Projekts für das übergeordnete Costa-Fuego-Vorhaben des Unternehmens.
Im Mittelpunkt der aktuellen Meldung steht das Bohrloch DKP075. Es verlängert einen zuvor gemeldeten Teilabschnitt auf 188 Meter mit einem Kupfergehalt von 0,44 % und einem Goldgehalt von 0,16 Gramm pro Tonne – beginnend ab einer Tiefe von lediglich 24 Metern. Die geringe Starttiefe ist dabei ein wesentlicher Faktor: Oberflächennahe Mineralisierungen sind in der Regel kostengünstiger zu erschließen als tief liegende Vorkommen.
Die Ergebnisse stärken nach Unternehmensangaben die Argumente für eine potenzielle Erzlieferung von La Verde an das nahe gelegene Projekt Costa Fuego. Damit rückt La Verde von einer reinen Explorationsentdeckung in Richtung eines möglichen Zulieferers für ein bereits geplantes Verarbeitungszentrum.
Die Details
Das Bohrloch DKP075 ist das zentrale Ergebnis der aktuellen Bohrkampagne. Der gemeldete Abschnitt beginnt in nur 24 Metern Tiefe und erstreckt sich über 188 Meter. Die Gehalte von 0,44 % Kupfer und 0,16 Gramm Gold pro Tonne beschreiben eine Mineralisierung, die sowohl in ihrer Breite als auch in ihrer Oberflächennähe für ein Porphyr-System bemerkenswert ist.
La Verde ist eine Kupfer-Gold-Porphyr-Entdeckung an der chilenischen Küste. Das Projekt liegt in der Atacama-Region und ist räumlich mit dem Costa-Fuego-Kupfer-Gold-Projekt von Hot Chili verknüpft. Laut früheren Unternehmensangaben befindet sich La Verde rund 30 Kilometer südlich des geplanten zentralen Verarbeitungszentrums von Costa Fuego. Diese geografische Nähe ist der Kern der strategischen Überlegung: Erz aus La Verde könnte direkt an die geplante Aufbereitungsanlage geliefert werden.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 08.10.2026 berichtete aktien.news, dass Hot Chili neue Bohrergebnisse aus La Verde veröffentlicht hatte, die weiterhin herausragende Kernprobenabschnitte in ein kohärentes, gut definiertes mineralisiertes System verwandelten – und das kurz vor der ersten Mineralressourcen-Schätzung (MRE). In diesem Bericht hieß es, dass die neuesten Ergebnisse die Ausdehnung, den Gehalt und die Kontinuität der oberflächennahen, höhergradigen Kupfer-Gold-Mineralisation weiter definierten. La Verde wurde dabei als 30 Kilometer südlich des geplanten zentralen Verarbeitungszentrums von Costa Fuego gelegen beschrieben.
Die aktuelle Meldung setzt diese Entwicklung fort: Mit DKP075 wird ein bereits bekannter Abschnitt verlängert, was auf eine zunehmend klarer werdende Geometrie des mineralisierten Systems hindeutet. Das Unternehmen arbeitet damit systematisch auf die erste Mineralressourcen-Schätzung hin, die auf Basis der bisherigen Berichte unmittelbar bevorsteht.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist Hot Chili über die Börsen ASX und TSX-V sowie über den US-OTC-Markt unter dem Kürzel HHLKF zugänglich. Das Unternehmen ist kein Produzent, sondern ein Explorationsunternehmen – entsprechend sind die Risiken einer Investition erheblich höher als bei etablierten Bergbaukonzernen.
Die Beteiligung von Glencore, einem der weltgrößten Rohstoffhändler und Bergbaukonzerne, verleiht dem Projekt jedoch eine gewisse strategische Glaubwürdigkeit. Glencore ist nicht nur als Investor bekannt, sondern auch als Abnehmer und Vermarkter von Rohstoffen – eine Verbindung, die für die spätere Vermarktung von Kupfer und Gold aus Costa Fuego relevant sein könnte.
Die Ergebnisse aus DKP075 sind für sich genommen noch kein Beweis für eine wirtschaftlich abbaubare Lagerstätte. Entscheidend wird die erste Mineralressourcen-Schätzung (MRE) sein, die zeigen wird, wie groß und wie hochgradig das Vorkommen insgesamt ist. Erst auf dieser Basis lassen sich Wirtschaftlichkeitsberechnungen anstellen. Anleger sollten zudem beachten, dass Explorationsergebnisse in der Regel keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung darstellen und dass vergangene Bohrerfolge keine Garantie für zukünftige Ergebnisse sind.
Ausblick
Auf Basis der vorliegenden Informationen steht bei Hot Chili die erste Mineralressourcen-Schätzung (MRE) für La Verde unmittelbar bevor. Dies geht aus dem Archivbericht vom 08.10.2026 hervor, in dem das Unternehmen die laufenden Bohrungen explizit als Vorbereitung auf diese Schätzung beschrieben hatte. Die aktuelle Bohrkampagne mit DKP075 dürfte in diesen Prozess einfließen.
Das übergeordnete Ziel bleibt die Integration von La Verde in das Costa-Fuego-Projekt als potenzieller Erzlieferant. Ob und wann eine solche Erzlieferung tatsächlich realisiert wird, hängt von den Ergebnissen der MRE sowie von weiteren Machbarkeitsstudien ab, die im Quelltext nicht näher spezifiziert werden.
Kurz erklärt
- Porphyr-Lagerstätte: Ein großvolumiges, meist niedriggradiges Erzvorkommen, das durch magmatische Prozesse entstanden ist und häufig Kupfer und Gold enthält.
- Mineralressourcen-Schätzung (MRE): Eine nach internationalen Standards durchgeführte Berechnung der Menge und des Gehalts eines Erzvorkommens, die als Grundlage für Wirtschaftlichkeitsbewertungen dient.
- Oberflächennahe Mineralisierung: Ein Erzvorkommen, das in geringer Tiefe unter der Erdoberfläche liegt und daher mit vergleichsweise geringem Aufwand erschlossen werden kann.
