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Eisenerz steigt: Chinesische Stahlwerke stocken Lager nach Feiertag auf

Erwartete Lageraufstockungen chinesischer Stahlproduzenten nach dem Nationalfeiertag treiben die Eisenerzpreise an beiden Börsen nach oben.

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Eisenerz steigt: Chinesische Stahlwerke stocken Lager nach Feiertag auf

Die Eisenerzpreise haben am Montag zugelegt. Treibende Kraft dahinter ist die Erwartung, dass chinesische Stahlproduzenten nach dem einwöchigen Nationalfeiertag ihre Lagerbestände wieder auffüllen werden. Der meistgehandelte Eisenerzkontrakt an der Dalian Commodity Exchange (DCE) stieg um 0,15 Prozent auf 684,5 Yuan (umgerechnet rund 102,27 US-Dollar) pro Tonne. Das Benchmark-Eisenerz für November an der Singapore Exchange legte um 0,67 Prozent auf 91,20 US-Dollar pro Tonne zu.

Zuvor hatte der Markt eine schwache Phase durchlaufen. In der vergangenen Woche waren die Eisenerzpreise unter Druck geraten, da verhaltene Nachfrage und die Erwartung eines steigenden Angebots den Markt belasteten. Die Lageraufstockung in den drei Arbeitstagen nach dem chinesischen Nationalfeiertag blieb hinter den Erwartungen zurück, weil viele Stahlwerke angesichts geringer Margen bei der Wiederauffüllung ihrer Rohstoffvorräte zurückhaltend agierten.

Rückkehr an den Spotmarkt erwartet

Für die laufende Woche rechnen Marktbeobachter damit, dass mehr Stahlwerke an den Spotmarkt zurückkehren, um ihre Rohstoffvorräte zur Aufrechterhaltung der Produktion aufzubauen. Dies könnte die Eisenerzpreise weiter stützen. Analysten des Brokers First Futures wiesen in einer Mitteilung darauf hin, dass ein Rückgang der Spotpreise für Koks dazu beigetragen habe, die Verluste der Stahlhersteller zu verringern. Dies könnte Produktionskürzungen verlangsamen und damit indirekt auch die Rohstoffnachfrage stützen.

Dennoch bleibt das Aufwärtspotenzial begrenzt. Die Aussicht auf ein erhöhtes Angebot im vierten Quartal dämpft die Preisgewinne, da Bergbauunternehmen ihre Lieferungen hochfahren, um ihre Quartals- und Jahresziele zu erfüllen. Dieses saisonal typische Muster setzt die Preise regelmäßig zum Jahresende unter Druck.

Kokskohle und Koks ebenfalls fester

Auch die Futures-Preise für Kokskohle und Koks, zwei weitere wichtige Einsatzstoffe in der Stahlproduktion, legten zu. Kokskohle verteuerte sich um 2,21 Prozent, Koks stieg um 1,78 Prozent. Hintergrund ist die anhaltende Sorge über eine langsame Erholung des Angebots: Mehrere Minen in China wurden nach einem tödlichen Grubenunglück in der nordchinesischen Provinz Shanxi im Mai infolge strenger Sicherheitsüberprüfungen geschlossen.

An der Shanghai Futures Exchange zeigte sich das Bild bei Stahlprodukten uneinheitlich. Bewehrungsstahl gewann 0,45 Prozent, warmgewalztes Breitband legte um 0,22 Prozent zu. Edelstahl hingegen verlor 0,63 Prozent. Die gemischten Signale aus dem Stahlmarkt spiegeln die insgesamt unsichere Lage wider, in der sich die chinesische Stahlindustrie derzeit befindet – zwischen schwacher Nachfrage, angespannten Margen und einem saisonal steigenden Rohstoffangebot.

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