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Grundstoffe im Fokus: Gold, Silber und Lithium unter Druck

Edelmetalle geben nach, während Ganfeng Lithium mit positiver Gewinnprognose und steigenden Verkaufspreisen überzeugt.

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Grundstoffe im Fokus: Gold, Silber und Lithium unter Druck

Die Rohstoffmärkte zeigen ein gemischtes Bild: Während Gold und Silber zum Handelsschluss Verluste verbuchen, sorgt Ganfeng Lithium mit einer positiven Gewinnprognose für das erste Quartal für Aufmerksamkeit. Treiber bei Lithium ist ein sprunghafter Anstieg des durchschnittlichen Verkaufspreises für Lithiumcarbonat. Analysten sehen das Risiko weiter steigender Lithiumpreise.

Citi-Analyst Jack Shang bewertet die Quartalsprognose von Ganfeng Lithium als erwartungskonform. Die Bank behält ihre Kaufempfehlung sowie ihr Kursziel von HK$66,70 bei. Dennoch notiert die Aktie aktuell 0,8 % tiefer bei HK$83,50. Als Hauptgründe für das Preisrisiko nach oben nennt Citi die starke physische Nachfrage sowie immer wiederkehrende Lieferunterbrechungen.

Goldpreis gibt nach – langfristige Unterstützung bleibt

Gold- und Silber-Futures beendeten den Handelstag schwächer. Der Gold-Frontmonat schloss mit einem Minus von 0,3 % bei 4.785,40 US-Dollar pro Feinunze. Silber verlor deutlicher und fiel um 1,1 % auf 78,606 US-Dollar pro Unze.

Trotz der tagesaktuellen Verluste sehen Marktbeobachter langfristige Unterstützung für Edelmetalle. Antonio Di Giacomo von XS.com erklärt in einer Mitteilung: „Die Goldpreisentwicklung wurde durch ein Umfeld gestützt, in dem Anleger ein Gleichgewicht zwischen Risikoanlagen und sicheren Häfen suchen." Er ergänzt, dass Gold in den vergangenen Wochen eine gewisse Widerstandsfähigkeit in einem volatileren Marktumfeld gezeigt habe. Allerdings tendiere die Marktstimmung gegenüber Edelmetallen derzeit eher zur Spekulation als zur klassischen Wahl als sicherer Hafen.

Kanadas Exportkreditagentur mit optimistischem Goldausblick

Besonders bemerkenswert ist die Prognose von Export Development Canada (EDC), der kanadischen Exportkreditagentur. In ihrem Frühjahrsausblick erwartet die EDC, dass Gold im Jahr 2026 seinen Höchststand erreichen wird. Der Durchschnittspreis soll demnach bei rund 4.990 US-Dollar pro Unze liegen – nach einem Durchschnittswert von 3.435 US-Dollar im Jahr 2025.

Als Haupttreiber nennt die EDC eine starke Nachfrage nach sicheren Häfen. Sollte die Unsicherheit an den Märkten nachlassen und hohe Preise die Nachfrage dämpfen, erwartet die Agentur für 2027 einen allmählichen Rückgang auf durchschnittlich 4.689 US-Dollar pro Unze. Langfristig geht die EDC davon aus, dass die Schmucknachfrage ihre traditionelle Rolle als Hauptquelle der Goldnachfrage zurückgewinnen wird, sobald die investitionsbedingte Volatilität nachlässt.

Für deutsche Privatanleger bleibt Gold damit ein wichtiges Thema: Die Kombination aus geopolitischen Unsicherheiten, spekulativer Nachfrage und einem möglichen Preishöchststand im Jahr 2026 macht das Edelmetall zu einem der meistbeobachteten Rohstoffe am Markt. Gleichzeitig mahnen Analysten zur Vorsicht, da die aktuelle Preisstärke weniger durch klassische Safe-Haven-Nachfrage als durch spekulative Positionierungen getrieben wird.

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