Großbritannien erwartet Bestand des US-Handelsabkommens trotz Zöllen
London sieht den neuen US-Zoll von 15 Prozent als keine ernsthafte Bedrohung für das britisch-amerikanische Wirtschaftsabkommen.

Großbritannien geht davon aus, dass das im vergangenen Jahr angekündigte britisch-amerikanische Wirtschaftsabkommen trotz der neuen US-Zölle weitgehend Bestand haben wird. Ein Sprecher von Premierminister Keir Starmer erklärte am Montag, der globale Zoll von 15 Prozent, den US-Präsident Donald Trump eingeführt hat, werde den Großteil des Abkommens nicht beeinträchtigen.
Der britische Handelsminister Peter Kyle hat bereits Kontakt mit Jamieson Greer, dem US-Handelsbeauftragten, aufgenommen. Beide Seiten führten Gespräche über die Auswirkungen der neuen Zollpolitik auf die bilateralen Handelsbeziehungen. Die britische Regierung zeigte sich dabei zuversichtlich, dass die bestehenden Vereinbarungen weitgehend intakt bleiben.
Weitere Verhandlungen geplant
Die Gespräche zwischen britischen und amerikanischen Beamten sollen in dieser Woche fortgesetzt werden. London setzt damit auf den diplomatischen Weg, um mögliche Handelshürden zu minimieren und die Wirtschaftsbeziehungen mit Washington zu stabilisieren.
Für deutsche Beobachter ist das britisch-amerikanische Verhältnis von besonderem Interesse, da es als Maßstab dafür gilt, wie westliche Verbündete mit Trumps Handelspolitik umgehen. Großbritannien verfolgt seit dem Brexit eine eigenständige Handelsstrategie und sucht aktiv nach bilateralen Abkommen außerhalb des EU-Rahmens. Ein stabiles Abkommen mit den USA würde die britische Exportwirtschaft erheblich stärken.
