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GPT-5 bringt Expertenwissen auf Zuruf

OpenAI verspricht weniger Fehler, mehr Sicherheit und neue Einsatzmöglichkeiten für die KI

2 Min
GPT-5 bringt Expertenwissen auf Zuruf

„Ein Team von Doktoren in der Hosentasche“ – mit diesem Vergleich preist OpenAI-Chef Sam Altman das neue KI-Modell GPT-5 an, das jetzt nicht nur zahlenden Kunden, sondern auch kostenlosen Nutzern zur Verfügung steht. Das US-Unternehmen will damit beweisen, dass generative künstliche Intelligenz auch ohne Abo in der Lage ist, komplexe Aufgaben verlässlich zu lösen. Die Erwartungen an das neue Sprachmodell sind hoch, denn die Branche steht unter Druck: Immer öfter wird beobachtet, dass große KI-Modelle stagnieren oder sogar an Qualität verlieren.

GPT-5 soll laut OpenAI die Entwicklung jedoch deutlich vorantreiben. Das Modell wurde gezielt darauf trainiert, bei fehlendem Wissen keine Antworten zu erfinden – ein Schritt, der die Zahl sogenannter Halluzinationen verringern soll. Die Entwickler versprechen ein deutlich akkurateres System, das im Vergleich zu den Vorgängerversionen transparenter und ehrlicher agieren könne. Damit soll die Gefahr sinken, dass Nutzer durch fehlerhafte Ausgaben in die Irre geführt werden. Gleichzeitig betont OpenAI, dass GPT-5 als deutlich „menschlicher“ wahrgenommen werde.

Der Konkurrenzdruck auf dem KI-Markt bleibt hoch. Tech-Giganten wie Google, Amazon, Meta und <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft setzen Milliardenbeträge auf die Zuverlässigkeit und wirtschaftliche Nutzbarkeit solcher Systeme. OpenAI selbst ist mit 4.500 Mitarbeitern und über 30 Milliarden Dollar an Risikokapital einer der zentralen Akteure in diesem Wettlauf. Trotz eines erwarteten Jahresumsatzes von rund 13 Milliarden Dollar könnte das Unternehmen in diesem Jahr ein Defizit von bis zu acht Milliarden Dollar einfahren – ein Hinweis auf die immensen Investitionen in Rechenleistung und Dateninfrastruktur.

In der Praxis soll GPT-5 in verschiedensten Branchen getestet worden sein, darunter Anwaltskanzleien, Start-ups und Softwarehäuser. Entwickler loben insbesondere die Fähigkeit des Modells, in kurzer Zeit funktionsfähige Webanwendungen zu erzeugen. So zeigte ein OpenAI-Ingenieur, wie GPT-5 innerhalb einer Minute ein Sprachlernprogramm erstellte – Aufgaben, für die menschliche Entwickler deutlich länger benötigen würden. Neben der Geschwindigkeit sei auch die Teamfähigkeit des Systems hervorzuheben, das nun stärker als „Kollege“ agiere.

Trotz aller Fortschritte bleibt unklar, ob GPT-5 der entscheidende Schritt zur sogenannten Superintelligenz ist. Altman selbst dämpfte entsprechende Erwartungen. Zwar handle es sich um eine spürbare Verbesserung, doch das Ziel einer umfassenden künstlichen Intelligenz sei damit noch nicht erreicht. Kritiker wie der Kognitionswissenschaftler Gary Marcus sehen ohnehin keine Lösung im bloßen Hochskalieren der Technik.

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