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Palantir steigert Umsatz durch KI-Nachfrage deutlich

Zivile Kunden gewinnen an Bedeutung – US-Armee plant Milliardenvertrag mit dem Datenkonzern

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Palantir steigert Umsatz durch KI-Nachfrage deutlich

Palantir Technologies verzeichnet ein deutliches Wachstum und hebt zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres seine Umsatzprognose an. Das US-amerikanische Unternehmen, das für seine enge Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden bekannt ist, profitiert stark vom anhaltenden Boom rund um Künstliche Intelligenz. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern nun Einnahmen in Höhe von 4,14 bis 4,15 Milliarden Dollar – ein Wert, der deutlich über den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten liegt, die zuletzt von rund 3,90 Milliarden Dollar ausgegangen waren.

Im zweiten Quartal übertraf Palantir ebenfalls die Prognosen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 48 Prozent auf gut eine Milliarde Dollar. Der Quartalsgewinn kletterte auf 326,7 Millionen Dollar, nach 134,1 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn betrug 16 Cent je Aktie. Insbesondere das Geschäft mit US-amerikanischen Unternehmen entwickelte sich zuletzt besonders dynamisch. Die Erlöse in diesem Bereich wuchsen um 93 Prozent auf 306 Millionen Dollar. Diese Entwicklung ist für den Konzern von strategischer Bedeutung, da er seine Abhängigkeit von Regierungsaufträgen verringern möchte.

Als Beispiel für den zivilen Einsatz der Software nennt Palantir die Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Finanzierer Fannie Mae, der KI-gestützte Systeme zur Betrugserkennung einsetzt. Gleichzeitig bleiben staatliche Großaufträge für das Unternehmen ein zentraler Faktor. Die US-Armee stellte zuletzt einen Vertrag in Aussicht, der ein Volumen von bis zu zehn Milliarden Dollar über zehn Jahre umfassen könnte. Auch in Deutschland wird über eine mögliche bundesweite Nutzung der Software durch das Bundesinnenministerium beraten.

Palantir entwickelt Anwendungen zur Analyse großer Datenmengen aus verschiedensten Quellen – von Textdokumenten und Social-Media-Inhalten bis hin zu Sensordaten. Mit Hilfe von KI werden Zusammenhänge zwischen den Informationen erkannt und visualisiert, um daraus operative Empfehlungen abzuleiten. Besonders gefragt ist die Software „Gotham“, die bei Strafverfolgung, Terrorabwehr oder Finanzkriminalität zum Einsatz kommt.

Trotz der positiven Geschäftsentwicklung bleibt das Unternehmen umstritten. Kritiker verweisen auf mögliche Grundrechtsverletzungen, Abhängigkeiten staatlicher Stellen sowie auf die politische Nähe des Mitgründers Peter Thiel zu US-Geheimdiensten und zur Republikanischen Partei. Die Palantir-Aktie reagierte auf die neuesten Zahlen mit einem Kursanstieg von vier Prozent im nachbörslichen Handel und hat sich im laufenden Jahr bereits mehr als verdoppelt.

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