Googles neues Sprachmodell Gemini 2.0
KI-Agenten bieten personalisierte Unterstützung in Alltag und Arbeit durch erweiterte Funktionen

Google hat sein neues Sprachmodell Gemini 2.0 vorgestellt, das für den Einsatz als KI-Agenten im Alltag entwickelt wurde. Diese digitale Helfer sollen den Nutzern das Leben erleichtern, indem sie Aufgaben ausführen und auf verschiedene Anwendungen zugreifen können. Die neueste Version von Gemini ist in der Lage, nicht nur in Textform zu antworten, sondern auch Bilder zu erzeugen und mit einer personalisierten KI-Stimme zu kommunizieren. Zudem beherrscht Gemini mehrere Sprachen und kann direkt mit Google-Anwendungen interagieren.
Das Modell wird als „Gemini 2.0 Flash Experimental“ bereits in Googles Internetbrowser und in der Desktop-Version angeboten, wobei eine App-Version im kommenden Jahr folgen soll. Bereits die erste Version von Gemini, die vor einem Jahr auf den Markt kam, beeindruckte mit ihrer Fähigkeit, sowohl auf Text- als auch auf Audiobefehle zu reagieren und Bilder sowie Videos zu analysieren. In Leistungstests übertraf sie ihren Konkurrenten GPT-4 von OpenAI in verschiedenen Bereichen.
Gemini 2.0 bietet nun erweiterte Funktionen, insbesondere in den Bereichen Programmierung und logisches Denken. Es kann nicht nur Aufgaben ausführen, sondern auch direkt Bilder generieren. Zudem ist das Modell in der Lage, selbstständig Programmiervorgänge durchzuführen. Google setzt auch auf agentenbasierte Modelle, die es Nutzern ermöglichen, in verschiedenen Kontexten zu agieren, sei es beim Einkaufen, bei der Recherche oder beim Programmieren.
Zu den ersten KI-Agenten gehören „Astra“, der Nutzern mit einer Smartphone-Kamera in der realen Welt hilft, und „Mariner“, der im Internet recherchiert und Aufgaben im Browser übernimmt. Weitere Modelle wie „Jules“, ein KI-Programmier-Agent, und ein Gaming-Assistent sind ebenfalls in der Testphase. Diese Agenten sollen in der Lage sein, mehrere Schritte vorauszudenken und Aufgaben eigenständig auszuführen, was eine erhebliche Verbesserung gegenüber bisherigen digitalen Assistenten darstellt.
Laut Experten von Gartner wird erwartet, dass KI-Agenten bis 2028 einen wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungsfindung in der Arbeitswelt haben werden. Google experimentiert derzeit noch mit verschiedenen Agentenprojekten, die nur einer kleinen Testgruppe zur Verfügung stehen. Details zu einer breiten Veröffentlichung wurden bislang nicht bekannt gegeben.
