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Goldschmuck verliert Käufer in Dubai

Rekordpreise treiben Konsumenten zu Diamanten und Alternativen aus dem Labor

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 Goldschmuck verliert Käufer in Dubai

Im Gold Souk von Dubai, einem traditionsreichen Zentrum für Goldhandel, verändert sich das Konsumverhalten spürbar. Die weltweit steigenden Goldpreise, die aktuell ein Rekordniveau von über 3.400 US-Dollar pro Unze erreicht haben, führen zu einem spürbaren Rückgang bei der Nachfrage nach Goldschmuck. Besonders gefragt war bisher 22-karätiger Goldschmuck, der in vielen Kulturen, vor allem für Hochzeiten und religiöse Feste, eine wichtige Rolle spielt. Doch immer mehr Kundinnen und Kunden entscheiden sich nun für Alternativen wie Diamanten oder leichteren Schmuck.

Einzelhändler vor Ort berichten, dass das Interesse an Goldschmuck deutlich nachgelassen hat. So erklärt ein Mitarbeiter des Juweliers Damas, es gebe derzeit kaum noch potenzielle Käuferinnen und Käufer. Auch Passanten, wie eine 52-jährige Besucherin des Marktes, verweisen auf die hohen Preise und ziehen den Kauf von Diamanten vor. Dies ist eine Entwicklung, die auch von Experten wie dem Leiter für den Nahen Osten beim World Gold Council, Andrew Naylor, beobachtet wird. Er beschreibt einen doppelten Effekt: Gold werde zwar als krisensicheres Investment geschätzt, doch hohe Preise bremsten die Schmucknachfrage.

Die Verkaufszahlen bestätigen diesen Trend. Im vergangenen Jahr ging der Goldschmuckabsatz in den Vereinigten Arabischen Emiraten um etwa 13 Prozent zurück – ein stärkerer Rückgang als der weltweite Durchschnitt von 11 Prozent. Die Goldpreise stiegen im gleichen Zeitraum um 27 Prozent. Ein Bericht des World Gold Council prognostiziert für 2025 eine anhaltende Zurückhaltung, sofern die Preisentwicklung weiterhin volatil bleibt. Insbesondere in Indien, einem der wichtigsten Absatzmärkte, reagierten Verbraucher sensibel auf Preisschwankungen, was sich auch auf den Golfmarkt auswirke.

Gleichzeitig nimmt der Absatz von im Labor gezüchteten Diamanten deutlich zu. Indien exportierte 2024 Waren im Wert von 171 Millionen US-Dollar in die Emirate, ein Anstieg um 57 Prozent gegenüber dem Wert von vor zwei Jahren. Auch bei geschliffenen und polierten Diamanten stiegen die Ausfuhren. Die VAE belegten 2023 weltweit Platz drei bei Diamantenimporten. Studien zufolge soll der Umsatz im dortigen Diamantschmuckmarkt bis 2030 jährlich um 5,9 Prozent wachsen – schneller als der globale Durchschnitt.

Steigende Handelskonflikte, insbesondere mit den USA, verstärken die Überlegungen indischer Exporteure, ihre Produktion teilweise ins Ausland zu verlagern. Die Vereinigten Arabischen Emirate gelten dabei als mögliche Alternative. Der Händler Malabar Gold & Diamonds sieht trotz der aktuellen Entwicklung weiterhin Potenzial für den Goldschmuckmarkt, da sich viele Käufer schnell an neue Preisniveaus gewöhnten.

GoldDubaiGoldpreis

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