ANZEIGE

Goldrausch bringt Altgold auf den Markt

Hohe Preise dämpfen Neukäufe in Asien und dem Nahen Osten

2 Min
Goldrausch bringt Altgold auf den Markt

Der starke Anstieg des Goldpreises auf über 3.000 US-Dollar pro Unze hat in Asien und dem Nahen Osten eine Verkaufswelle ausgelöst. In Ländern wie Indien und China bringen viele Menschen derzeit alten Goldschmuck oder Münzen auf den Markt, um von den hohen Preisen zu profitieren. Händler berichten, dass diese Entwicklung die Nachfrage nach neuem Goldschmuck deutlich senkt. Sollte der Trend anhalten, könnte dies langfristig zu geringeren Goldimporten führen.

In Indien, einem der größten Goldmärkte der Welt, sind die Preise seit Juli um mehr als 32 Prozent gestiegen, nachdem die Regierung die Einfuhrzölle gesenkt hatte. Einheimische Händler im traditionsreichen Zaveri Bazaar in Mumbai erleben derzeit eine starke Zunahme von Verkäufen an Altgoldhändler. Viele Konsumenten nutzen die Gelegenheit, um mit Gewinn zu verkaufen. Ein Textilhändler etwa gab an, durch den Verkauf von vier Goldmünzen binnen sieben Monaten mehr als 25 Prozent Gewinn erzielt zu haben.

Obwohl die Hochzeitssaison in Indien aktuell in vollem Gange ist, berichten Juweliere von deutlich weniger Kundschaft als üblich. Einige Käufer, wie eine Braut aus dem Bundesstaat Kerala, versuchen durch das Eintauschen von Familienschmuck gegen neuen Goldschmuck ihre Ausgaben zu reduzieren. Laut dem Präsidenten der India Bullion and Jewellers Association könnte die Gesamtnachfrage nach Gold in Indien im Jahr 2025 um über 30 Prozent zurückgehen, sollte das Preisniveau hoch bleiben.

Auch in den Golfstaaten sinkt die Nachfrage nach Goldschmuck. Händler in Dubai berichten, dass selbst indische Touristen, die üblicherweise vor Ort Schmuck einkaufen, derzeit zurückhaltend sind. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wird rund 60 Prozent der Goldnachfrage durch Schmuckverkäufe gedeckt. Aufgrund der hohen Preise greifen Konsumenten dort vermehrt zu leichteren Produkten. Zwar ist der Gesamtwert der verkauften Schmuckwaren im Vorjahr gestiegen, doch die Verkaufsmenge sank.

In China, dem weltweit größten Goldkonsumenten, setzt sich die schwache Nachfrage aus dem Vorjahr fort. Kunden bevorzugen dort zunehmend Münzen oder Barren anstelle von Schmuck, da auf Letzteren zusätzliche Aufschläge für die Verarbeitung anfallen. Auch in anderen asiatischen Märkten ist eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. Der Trend geht hin zu günstigeren Alternativen oder zur Liquidierung von vorhandenem Schmuck. Einzelhändler in Singapur berichten von neu eröffneten Geschäften, die goldplattiertes Silber verkaufen.

AsienGoldInvestitionen

Meistgelesene News

  1. Frankfurter Erbpacht-Schock: 1.900 Prozent mehr für Hausbesitzer
  2. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage
  3. Warsteiner verliert Motel One und Sauerland-Stern als Kunden
  4. Warsteiner Brauerei kämpft mit Krise und Absatzproblemen
  5. Fed-Zinsentscheidung: Märkte zwischen Inflationsdruck und Stabilisierung

Disclaimer