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Goldpreis erreicht Rekordhoch wegen Handelskonflikt

Zölle, Russland-Krise und Zinssorgen treiben Anleger in sichere Häfen

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Goldpreis erreicht Rekordhoch wegen Handelskonflikt

Der Goldpreis hat ein neues Rekordhoch erreicht und überschritt erstmals die Marke von 3.100 US-Dollar je Feinunze. Die Anleger griffen verstärkt zu dem als sicher geltenden Edelmetall, nachdem Befürchtungen aufgekommen waren, dass die geplanten US-Zölle von Präsident Donald Trump den globalen Handelsstreit verschärfen und wirtschaftliche Folgen auslösen könnten. Der Spotpreis für Gold legte um 0,9 Prozent auf 3.110,81 US-Dollar je Feinunze zu, nachdem zuvor ein Höchststand von 3.115,79 US-Dollar verzeichnet worden war. Damit summiert sich der Anstieg des Goldpreises im laufenden Monat auf mehr als acht Prozent.

Der Dollar-Index gab um 0,2 Prozent nach, was Gold für Anleger aus anderen Währungsräumen günstiger machte. Analysten führten die gestiegene Nachfrage nach Gold vor allem auf die zunehmenden Sorgen vor weiteren Zöllen zurück. Laut Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM Trade, hätten sich die Sorgen der Märkte vor den angekündigten US-Zöllen erheblich verstärkt und trieben Gold daher als Schutzinvestment nach oben. Sollte sich die Lage nach der Bekanntgabe der Maßnahmen jedoch weniger dramatisch darstellen, sei mit Gewinnmitnahmen und einem Rückgang des Goldpreises zu rechnen.

US-Präsident Trump plant, am 2. April sogenannte reziproke Zölle zu verkünden. Zusätzlich sollen am 3. April neue Autozölle in Kraft treten. Trump äußerte sich zudem verärgert über den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Sollte Russland seinen Bemühungen, den Krieg in der Ukraine zu beenden, im Wege stehen, wolle Trump Sekundärzölle von 25 bis 50 Prozent auf Käufer von russischem Öl erheben. Diese Ankündigung trug zusätzlich zur Unsicherheit an den Märkten bei.

Der Goldpreis hat seit Jahresbeginn bereits mehr als 18 Prozent zugelegt. Die starke Entwicklung veranlasste mehrere Banken dazu, ihre Prognosen für den Goldpreis im Jahr 2025 anzuheben. Neben Gold legten auch andere Edelmetalle zu. Der Silberpreis stieg um 0,7 Prozent auf 34,35 US-Dollar je Feinunze. Platin notierte stabil bei 984,07 US-Dollar, während Palladium um 0,5 Prozent auf 976,72 US-Dollar zulegen konnte. Alle drei Metalle verzeichneten im März ein monatliches Plus. Indessen äußerte sich Mary Daly, Präsidentin der Federal Reserve Bank von San Francisco, skeptischer hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit zweier Zinssenkungen im laufenden Jahr. Die zuletzt veröffentlichten Inflationsdaten hätten ihr Vertrauen in diese Annahme verringert.

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