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Goldpreis auf Rekordhoch nach Trumps Zollankündigung

Unsicherheiten, Zinserwartungen und geopolitische Spannungen treiben die Nachfrage nach dem Edelmetall

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Goldpreis auf Rekordhoch nach Trumps Zollankündigung

Der Goldpreis hat ein neues Rekordhoch erreicht, nachdem neue Zollpläne des US-Präsidenten Donald Trump die Sorge vor einer weiteren Verschärfung des globalen Handelskriegs verstärkt haben. Investoren suchten vermehrt Zuflucht im als sicher geltenden Edelmetall. Der Spotpreis für Gold stieg um 0,7 Prozent auf 3.077,56 US-Dollar je Unze, nachdem er zuvor mit 3.079,01 US-Dollar ein Allzeithoch markiert hatte. Im Wochenverlauf legte der Goldpreis um 1,8 Prozent zu und steuert damit auf den vierten Wochengewinn in Folge zu. Auch die US-Goldfutures verzeichneten einen Anstieg um 0,8 Prozent auf 3.086,80 US-Dollar.

Laut Marktanalysten profitiert Gold derzeit von mehreren Faktoren. Neben den aktuellen Zollankündigungen der USA zählen auch Erwartungen an mögliche Zinssenkungen, geopolitische Spannungen sowie Käufe durch Notenbanken zu den treibenden Kräften. Kyle Rodda, Finanzmarktanalyst bei Capital.com, betonte, dass sich Gold momentan in einer vorteilhaften Lage befinde, da sich die US-Handelspolitik, die Fiskalpolitik, geopolitische Entwicklungen und das verlangsamte Wirtschaftswachstum allesamt positiv auf den Goldpreis auswirken. Als nächstes wichtiges Ziel für den Goldpreis nannte er die Marke von 3.100 US-Dollar je Unze.

Zusätzliche Unterstützung erhält der Goldpreis durch die Unsicherheit über mögliche Gegenmaßnahmen anderer Staaten. Analyst Edward Meir von Marex erklärte, dass der Markt noch keine Klarheit darüber habe, wie die Reaktionen auf die US-Zölle ausfallen werden. Der kanadische Premierminister Mark Carney kündigte an, auf etwaige neue Autozölle seitens der USA mit bislang nicht näher benannten Handelsmaßnahmen zu reagieren. Diese könnten den Handelskonflikt weiter verschärfen und die Märkte zusätzlich belasten.

Trump plant, am 2. April wechselseitige Zölle in Kraft zu setzen, was potenziell inflationstreibend wirken, das Wirtschaftswachstum dämpfen und Handelskonflikte weiter anheizen könnte. Analysten von BMI äußerten sich weiterhin optimistisch in Bezug auf die Entwicklung des Goldpreises und verwiesen auf die anhaltenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit der US-Politik, internationalen Spannungen, Inflationssorgen und makroökonomischen Risiken.

Die Federal Reserve reagiert ebenfalls auf die aktuellen Entwicklungen. Tom Barkin, Präsident der Federal Reserve von Richmond, erklärte, die derzeit "mäßig restriktive" Geldpolitik der US-Notenbank sei angesichts der hohen Unsicherheiten und der schnellen Veränderungen der US-Politik angemessen. Die Märkte warten nun auf die Veröffentlichung der US-Daten zu den persönlichen Konsumausgaben, die im weiteren Tagesverlauf erwartet werden.

Währenddessen gab der Spotpreis für Silber um 0,2 Prozent auf 34,32 US-Dollar je Unze nach. Auch Platin und Palladium verzeichneten leichte Verluste, mit Rückgängen von 0,3 beziehungsweise 0,1 Prozent. Trotz der leichten Tagesverluste befinden sich alle drei Metalle auf Kurs zu Wochengewinnen.

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