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Goldpreis erreicht neue Höchststände

Zinssenkungserwartungen und US-Regierungsstillstand treiben siebten Wochenanstieg an

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Goldpreis erreicht neue Höchststände

Der Goldpreis setzt seinen Aufwärtstrend fort und steuert auf den siebten Wochengewinn in Folge zu. Ausschlaggebend sind die zunehmenden Erwartungen an weitere Zinssenkungen in den USA sowie die anhaltende Unsicherheit rund um den teilweisen Stillstand der US-Regierung. Das Edelmetall legte am Freitag leicht zu und bewegte sich nur knapp unter dem am Vortag erreichten Rekordhoch.

Spotgold stieg bis zum frühen Freitagmorgen um 0,1 Prozent auf 3.859,09 US-Dollar je Unze, nachdem es am Donnerstag mit 3.896,49 US-Dollar einen historischen Höchststand markiert hatte. Auf Wochensicht beträgt das Plus bislang 2,5 Prozent. Die Terminkontrakte für Dezember zogen um 0,4 Prozent auf 3.882,40 US-Dollar an. Marktbeobachter verweisen darauf, dass der jüngste Anstieg des US-Dollars den Goldpreis kurzfristig gebremst habe, die Notierung jedoch weiter nahe an der Marke von 3.900 US-Dollar liege.

Die politische Lage in Washington verstärkt die Nervosität an den Märkten. Der Regierungsstillstand in den Vereinigten Staaten dauert inzwischen den zweiten Tag an. Dadurch könnten wichtige Konjunkturdaten verspätet veröffentlicht werden, darunter der viel beachtete Arbeitsmarktbericht für September. Die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Folgen dieser Situation gilt als ein Faktor, der Gold stützt.

Hinzu kommen geldpolitische Erwartungen. Die US-Notenbank hatte im Vormonat die Zinsen gesenkt, um möglichen Belastungen des Arbeitsmarkts vorzubeugen. Laut der Präsidentin der Federal Reserve Bank of Dallas, Lorie Logan, sei damit ein gewisses Risiko abgefedert worden, gleichzeitig müsse die Fed bei weiteren Lockerungen vorsichtig vorgehen. Dennoch rechnet der Markt fest mit einem weiteren Zinsschritt nach unten: Händler preisen laut FedWatch-Tool der CME Group eine nahezu sichere Zinssenkung um 25 Basispunkte für diesen Monat ein.

Gold profitiert traditionell von niedrigen Zinsen und politischer Unsicherheit, da es als sicherer Hafen gilt. Seit Jahresbeginn hat der Preis um 47 Prozent zugelegt. Auch die physische Nachfrage zeigt eine positive Entwicklung. Die Perth Mint verzeichnete im September einen Anstieg ihrer Goldverkäufe um 21 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Die Silberverkäufe erreichten das höchste Niveau seit fünf Monaten.

Neben Gold legten auch andere Edelmetalle zu. Spot-Silber verteuerte sich um 0,6 Prozent auf 47,24 US-Dollar je Unze. Palladium stieg ebenfalls um 0,6 Prozent auf 1.248,40 US-Dollar. Platin gab leicht um 0,1 Prozent auf 1.566,90 US-Dollar nach.

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