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Goldman Sachs warnt vor Deviseninterventionen in Südkorea bei Won-Aufwertung

Goldman Sachs sieht Interventionsrisiko am südkoreanischen Devisenmarkt, falls USD/KRW rapide unter die Marke von 1250 bis 1300 fällt.

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Goldman Sachs warnt vor Deviseninterventionen in Südkorea bei Won-Aufwertung

Goldman Sachs warnt vor möglichen Devisenmarktinterventionen der südkoreanischen Behörden, sollte der USD/KRW-Wechselkurs schnell unter das Niveau von 1250 bis 1300 fallen. In diesem Szenario könnten die Währungshüter am Spotmarkt aktiv werden und US-Dollar kaufen, um eine zu rasche Aufwertung des südkoreanischen Won zu bremsen. Für internationale Anleger und Beobachter des asiatischen Devisenmarkts ist dies ein wichtiges Signal.

Die Währungsreserven der südkoreanischen Zentralbank (Bank of Korea, BoK) gingen im September geringfügig zurück. Goldman Sachs führt diesen Rückgang teilweise auf Investitionen der südkoreanischen Regierung in den USA zurück. Gleichzeitig verlangsamte sich der monatliche Anstieg der Long-Forward-Positionen der BoK im August deutlich.

Pensionsfonds stoppt Devisenabsicherung

Ein wesentlicher Faktor hinter dieser Verlangsamung ist der staatliche Pensionsfonds Südkoreas, der National Pension Service (NPS). Berichten zufolge hat dieser seit Anfang September die Erhöhung seiner Devisenabsicherungsquote eingestellt. Der NPS gehört zu den größten institutionellen Investoren Asiens und hat durch seine Währungsabsicherungsaktivitäten erheblichen Einfluss auf den Won-Kurs.

Im September überwog der sogenannte Konvertierungsdruck der Exporteure: Südkoreanische Unternehmen verkauften US-Dollar gegen Won, was den Aufwertungsdruck auf die heimische Währung verstärkte. Dieser Druck übertraf laut Goldman Sachs den gegenläufigen Kapitalabflussdruck, der durch ausländische Aktieninvestoren und Privatanleger entstand, die Kapital ins Ausland transferierten.

Drei Faktoren stützen mögliche Intervention

Goldman Sachs nennt konkret drei Faktoren, die eine potenzielle Intervention der südkoreanischen Devisenbehörden begünstigen würden:

  • Die Glättung der USD/KRW-Volatilität
  • Historische US-Dollar-Kaufniveaus der Behörden
  • Die Nachfrage nach US-Dollar-Finanzierungen

Diese drei Punkte bilden das analytische Gerüst, auf das sich die Einschätzung der US-Investmentbank stützt. Deviseninterventionen sind in Südkorea kein unbekanntes Instrument – die Behörden haben in der Vergangenheit wiederholt eingegriffen, um übermäßige Wechselkursschwankungen zu dämpfen.

Hintergrund: Südkorea und der Devisenmarkt

Für deutsche Anleger ist der südkoreanische Won (KRW) vor allem im Kontext von Investitionen in koreanische Großkonzerne wie Samsung oder Hyundai relevant. Wechselkursschwankungen beeinflussen die Erträge dieser exportorientierten Unternehmen direkt. Eine starke Aufwertung des Won kann die Wettbewerbsfähigkeit koreanischer Exporteure belasten, weshalb die Zentralbank und Regierung traditionell ein Interesse an einem stabilen Wechselkurs haben.

Goldman Sachs bekräftigt seine Einschätzung, dass die koreanischen Devisenbehörden bereit sind, am Spotmarkt zu intervenieren, falls der USD/KRW-Kurs die genannte Spanne von 1250 bis 1300 schnell unterschreitet. Anleger sollten diese Schwelle als wichtige technische und politische Marke im Blick behalten.

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