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Goldman Sachs setzt auf chinesische Gesundheitsaktien als KI-Alternative

Goldman Sachs identifiziert vier Pharmawerte als vielversprechende Anlagechancen jenseits des KI-Hypes.

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Goldman Sachs setzt auf chinesische Gesundheitsaktien als KI-Alternative

Goldman Sachs sieht im chinesischen Gesundheitssektor vielversprechende Anlagechancen jenseits des KI-Hypes. Die Unternehmensgewinne in China erleben einen starken Aufschwung, und die Analysten der US-Investmentbank haben eine Liste mit zwölf vielversprechenden Aktien zusammengestellt – darunter vier Pharmawerte, die besonders hervorstechen.

Fast die Hälfte der Konstituenten des MSCI-China-Index hat die Gewinnschätzungen im zweiten Quartal übertroffen, wobei IT- und Gesundheitsaktien die Spitzenreiter waren. Das geht aus einem Bericht des Portfolio-Strategie-Forschungsteams von Goldman Sachs vom 7. September hervor. Die von Goldman verfolgten Gewinne chinesischer Aktien wuchsen im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent – das ist die höchste quartalsweise Rate seit fünf Jahren. Zum Vergleich: Im ersten Quartal lag das Wachstum bei lediglich sechs Prozent.

Die meisten Zuwächse wurden durch Titel mit Bezug zu künstlicher Intelligenz (KI) getrieben, ähnlich wie an anderen globalen Aktienmärkten. Doch genau hier setzt die neue Strategie von Goldman an. „Da KI-relevante Aktien zunehmend überlaufen und konzentriert sind, suchen viele Anleger nach zusätzlichen Wachstumschancen jenseits des KI-Hard-Tech-Ökosystems“, heißt es in dem Bericht.

Goldman sucht nach Gewinnern jenseits von KI

Die Analysten durchsuchten ihren Kaufempfehlungs-Überblick für chinesische Unternehmen nach Kandidaten mit einem erwarteten jährlichen Gewinnwachstum von mehr als 15 Prozent bis 2027. Zusätzlich mussten die Gewinn-pro-Aktie-Schätzungen im vergangenen Monat um median sieben Prozent angehoben worden sein. Der Filter begünstigte Aktien, bei denen Goldmans eigene Gewinnschätzungen über dem Konsens lagen – ein Hinweis darauf, dass die Gewinne bald nach oben revidiert werden könnten.

Das Gesundheitswesen, insbesondere Pharmazeutika-Aktien, trat deutlich hervor und machte ein Drittel der zwölf Namen auf der endgültigen Liste aus. Vier Unternehmen wurden von Goldman besonders hervorgehoben:

Innovent Biologics

mit Sitz in Suzhou soll seine Gewinne im kommenden Jahr mehr als verdoppeln. Goldmans Schätzung liegt dabei 54 Prozentpunkte über dem Konsens. Die in Hongkong notierte Aktie verfügt über eine Pipeline von Medikamenten, unter anderem gegen Krebs und Stoffwechselerkrankungen.

BeOne Medicines

, an der Shanghaier Börse notiert, soll seine Gewinne ebenfalls im kommenden Jahr mehr als verdoppeln. Das Unternehmen, das Krebstherapien entwickelt, ist zudem an der Nasdaq und in Hongkong gelistet.

CSPC Pharmaceutical Group

(Hongkong) soll ein Gewinnwachstum von 26 Prozent verzeichnen. Zu den Hauptgeschäften des kontinentchinesischen Unternehmens gehören Medikamente für das Nervensystem und das Herz-Kreislauf-System.

Hansoh Pharma

(Hongkong) wird voraussichtlich ein Gewinnwachstum von 15 Prozent erreichen. Die Produkte des Unternehmens decken sowohl Stoffwechselbehandlungen als auch Krebs ab.

Wenn die Gewinne jedes der vier Unternehmen wie prognostiziert wachsen, läge dies über den Erwartungen von Goldman Sachs für den breiteren chinesischen Aktienmarkt. Die Analysten rechnen damit, dass die MSCI-China-Gewinne in diesem Jahr um acht Prozent wachsen – eine deutlich konservativere Prognose als die Konsensschätzung von 17 Prozent.

Hintergrund: Chinesische Gewinnerholung gewinnt an Breite

Auswertungen von Transkripten aus Telefonkonferenzen von mehr als 1.500 chinesischen Unternehmen zeigen, dass Management und Investoren ihre Diskussionen über Hardware- und Halbleitersektoren hinaus auf nachgelagerte Anwendungsbereiche ausgeweitet haben. Dazu zählen Rechenzentrumsbetreiber, KI-Modelle, Automobilhersteller und das Gesundheitswesen. Für Anleger, die nach ungenutzten Renditen Ausschau halten, könnte der Fokus auf chinesische Gesundheitsaktien daher eine strategisch sinnvolle Ergänzung sein – insbesondere in einer Phase, in der KI-Titel zunehmend teuer und überlaufen wirken.

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